Was sich ein 24-jähriger Ungar bei der Aktion gedacht hat, konnte er am Tag darauf nicht einmal selbst beantworten. Aber der Reihe nach: Am Samstag ließ das ungarische Militär seine Kampfjets aufsteigen, da ein Flieger auf das Atomkraftwerk Paks zusteuerte.
Darin saßen aber keinesfalls Terroristen, sondern nur ein 24 Jahre alter Einheimischer. Dieser hatte die Cessna 172 zuvor auf dem Flughafen Kalocsa gestohlen, berichtet die "Bild". Danach tauchte der Flieger mit Kurs auf das AKW auf dem Radar auf.
Die Abfangjäger nahmen die Verfolgung des 24-Jährigen auf, woraufhin dieser die Cessna nahe der Gemeinde Gerjen notlandete. Einem Bericht von "Aero Telegraph" zufolge sei dabei das Fahrwerk des Fliegers beschädigt worden, daher kam die Maschine auch schräg auf einer Tragfläche zum Stillstand.
In weiterer Folge wollte der 24-Jährige die Flucht ergreifen. Die Polizei konnte den Ungarn aber schlussendlich festnehmen und in ein Krankenhaus bringen. Dort stellte sich heraus, dass der Mann betrunken war.
Auch im nüchternen Zustand konnte der 24-Jährige den Vorfall dann nicht erklären. Laut dem Portal "24.hu" sei der Mann so betrunken gewesen, dass er von dem Flugzeugdiebstahl nichts mehr wisse. Zudem ist noch unklar, ob der Ungar überhaupt einen Pilotenschein besitzt.