Der österreichische Beitrag bei der Biennale sorgt derzeit international für Schlagzeilen. Während Besucher stundenlang für die Performance "Seaworld Venice" anstehen, diskutieren viele vor allem über ein ungewöhnliches Detail der Installation.
Denn: In speziellen Toiletten wird der Urin der Besucher gesammelt, technisch aufbereitet und anschließend als gereinigtes Wasser wieder in die Kunstinstallation zurückgeführt.
Die Wiener Performance-Künstlerin Florentina Holzinger setzt in ihrer Show bewusst auf Provokation. Die Installation beschäftigt sich mit Körpern, Kreisläufen und dem Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Konsum.
Für manche Besucher ist das Konzept faszinierend, andere reagieren mit Ekel oder Unverständnis. Genau diese Reaktionen scheinen aber Teil des Gesamtkonzepts zu sein.
Neben dem Urin-Thema sorgt auch die Performance selbst für Aufsehen: Nackte Performerinnen bewegen sich durch Wasserbecken, stehen in Aquarien oder rasen mit Jetskis durch die Installation.
Schon am Eingang zur Biennale wird vor sichtbarer Nacktheit rund um den Österreich-Pavillon gewarnt.
Trotz – oder gerade wegen – der Provokationen ist der Andrang enorm. Besucher warten teilweise bis zu zweieinhalb Stunden auf Einlass.