Kärntner Bike-Firma insolvent

"Bike-Verrückte" kämpfen gegen 350.000-Euro-Pleite

Die GS E-Bike GmbH in Fürnitz ist insolvent. Rund 350.000 Euro Schulden drücken das Unternehmen - der Betrieb soll aber weitergehen.
Österreich Heute
30.09.2026, 14:53
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"Hier werkeln zwei absolute Bike-Verrückte mit unübertroffenem Fachwissen und grenzenloser Hingabe an allem, was zwei Räder hat", heißt es auf der Homepage der GS E-Bike GmbH.

Jetzt allerdings müssen die Zweirad-Begeisterten an finanziellen Problemen "werkeln". Über das Vermögen des Unternehmens mit Sitz in Fürnitz wurde am Landesgericht Klagenfurt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.

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Laut Insolvenzantrag haben sich Verbindlichkeiten von rund 350.000 Euro angehäuft. Betroffen sind rund zehn Gläubiger und zwei Beschäftigte.

Geschäft soll weiterlaufen

Zusperren will die Firma nicht. Laut Insolvenzantrag sind die Fortführung des Betriebs und der Abschluss eines Sanierungsplans vorgesehen.

Die GS E-Bike GmbH betreibt seit 2021 einen Einzelhandel für Fahrräder sowie Sport- und Campingartikel. Geschäftsführer und Gesellschafter ist Bernhard Preglau. Aktuell sind im Betrieb ein Mitarbeiter und der Geschäftsführer selbst beschäftigt.

Auf der eigenen Homepage beschreibt das Unternehmen seine Leidenschaft so: "Willkommen bei GSEbike, wo Fahrräder nicht einfach nur verkauft oder repariert werden – sie werden gelebt!"

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Nach zwei guten Jahren kam die Krise

Finanziell lief es zunächst gut. In den Jahren 2022 und 2023 konnte das Unternehmen Gewinne erzielen. 2024 gelang das nicht mehr.

Als eine Ursache wird im Insolvenzantrag der Geschäftsverlauf genannt, der hinter den Erwartungen geblieben sei. In den vergangenen beiden Jahren sei es außerdem nicht gelungen, das vorhandene Warenlager entsprechend umzuschlagen.

Hinzu kommt laut Antrag ein deutlich gestiegener Konkurrenzdruck. Vor allem Onlinehändler und die Vielzahl an Servicestellen in Kärnten hätten sich negativ auf Preise und Margen ausgewirkt.

129.000 Euro an öffentlichen Abgaben

Die Zahlen zeigen das Ausmaß der finanziellen Probleme. Von den insgesamt rund 350.000 Euro Verbindlichkeiten entfallen laut Alpenländischem Kreditorenverband rund 129.000 Euro auf öffentliche Abgaben.

Weitere 125.000 Euro betreffen Lieferantenverbindlichkeiten, bei Banken stehen rund 88.000 Euro offen.

Dem stehen Vermögenswerte von rund 235.000 Euro gegenüber. Daraus ergibt sich eine Überschuldung von rund 115.000 Euro.

Firma setzt auf Sanierung

Das Unternehmen will nun versuchen, aus der finanziellen Schieflage herauszukommen. Laut Insolvenzantrag soll das durch eine Neustrukturierung des Betriebs und seiner Schwerpunkte sowie eine geordnete Finanzstruktur gelingen.

red,30.09.2026, 14:53