Kaum bedingt aus dem Gefängnis frei klickten für einen 19-Jährigen aus dem Bezirk Feldkirchen nun erneut die Handschellen. Ihm werden mehrere Betrugsfälle vorgeworfen. Wegen gleich gelagerter Vergehen saß der junge Mann noch bis Juni 2026 in Haft.
Aus seiner Strafe dürfte der 19-Jährige jedoch nichts gelernt haben, denn bereits im Juli soll er wieder sein Unwesen getrieben haben. Bis September soll der Kärntner mehrere Mobilfunkbetreiber, einen Handy-Käufer, eine Bank und einen Autohändler über den Tisch gezogen haben.
Demnach habe er sich von ersteren durch Vorlage von gefälschten Firmenbuchauszügen, in denen sich der 19-Jährige als Geschäftsführer der jeweiligen Firmen ausgab, mindestens 15 hochpreisige Mobiltelefone erschlichen und deren Anmeldung veranlasst. Dadurch entstand ein Schaden von mehreren tausend Euro.
Eines der Mobiltelefone soll der 19-Jährige auf einer Verkaufsplattform angeboten haben. Er fand auch einen Interessenten, von dem er die Bezahlung erhielt. Das Handy habe der Kärntner dem Käufer aber nie geschickt.
Des Weiteren steht der 19-Jährige im Verdacht, einer Bank gefälschte Lohnbestätigungen seiner Lebensgefährtin übermittelt sowie Unterschriften am Leasingvertrag gefälscht zu haben. So veranlasste er einen Autohändler in Klagenfurt zur Übergabe eines Pkw.
Diesen soll der Verdächtige dann ohne Wissen seiner Lebensgefährtin angemeldet und auch keinerlei Zahlungen an die Bank geleistet haben. Es entstand ein Schaden in derzeit noch unbekannter Höhe. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt wurde der Pkw an den Autohändler zurückgegeben.
Des Weiteren erteilte die Staatsanwaltschaft nach richterlicher Genehmigung eine Festnahmeanordnung. Somit wurde der 19-Jährige am Freitag von der Polizei gefasst und in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert.