Seit dem Start des neuen Schuljahres ist das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren in Kraft. Nun liegen Zahlen vor, wie viele Verstöße es bisher in Schulen gab.
In Wien wurden in den ersten beiden Schulwochen 55 Fälle bekannt. In der Steiermark gab es in der ersten Woche sechs Gespräche. Dabei handelt es sich um jene Situationen, die nicht direkt an den Schulen gelöst werden konnten. Zuvor suchen die Schulen das Gespräch mit den Eltern. Auch aus den anderen Bundesländern werden nur geringe Zahlen gemeldet.
Ulrike Moser von der Bildungsdirektion Steiermark erklärt laut dem ORF, dass die Gespräche mit den Eltern möglichst schnell geführt werden. Dabei werde versucht, gemeinsam eine Lösung zu finden.
In der Steiermark sei bei den bisherigen Gesprächen laut Moser immer eine Einigung erzielt worden. Sollte das künftig nicht gelingen, können auf die Eltern Geldstrafen zwischen 150 und 800 Euro zukomme.
Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) wertet die bisherigen Zahlen als Erfolg. Schulen, Eltern und Schülerinnen seien frühzeitig über die neue Regelung informiert worden. "Das macht sich jetzt bezahlt", so Wiederkehr.
Moser betont, dass die Gespräche von speziell geschulten Mitarbeitern geführt werden. Darunter sind muslimische Sozialarbeiter und eine Pädagogin. Die Mitarbeiter kommen laut Moser aus der Community, sprechen mehrere Sprachen und sind der Schulpsychologie zugeordnet.