Licht gedimmt, Kassen leiser

Billa ändert jetzt Shopping-Regeln in ganz Österreich

Für Kunden von Billa und Billa Plus ändertn sich ab 24. Juni in mehr als 120 Filialen österreichweit die Shopping-Regeln. Was du jetzt wissen musst.
André Wilding
18.06.2026, 17:50
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Der Autistic Pride Day am 18. Juni steht für Sichtbarkeit und Wertschätzung von Menschen mit Autismus und Neurodivergenzen. Gerade der Einkaufsalltag kann für Betroffene aufgrund von Geräuschen, Lichtreizen oder einem hohen Personenaufkommen eine große Belastung sein. Um allen Kunden ein angenehmes Einkaufserlebnis zu ermöglichen, erweitern Billa und Billa Plus ihr inklusives Angebot deutlich!

Ab 24. Juni findet die "Stille Stunde" in jedem Bezirk Österreichs statt. Insgesamt 73 neue Standorte bieten jeden Mittwoch von 14 bis 15 Uhr die Möglichkeit, reizreduziert einzukaufen. An dem Roll-out nehmen auch 5 Märkte in Salzburg und 8 in Tirol teil. Die Ausweitung ergänzt das bestehende Angebot der 50 Billa und Billa Plus Märkte, die die "Stille Stunde" bereits täglich umsetzen – darunter 2 Märkte in Salzburg und 1 Markt in Tirol.

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"Rücksicht und gutes Miteinander"

"Mit dem Roll-out in jeden Bezirk Salzburgs und Tirols bringen wir die 'Stille Stunde' nun verstärkt in den Westen Österreichs – zwei Regionen, in denen Rücksicht und ein gutes Miteinander traditionell großgeschrieben werden. Einkaufen soll für alle Menschen entspannt möglich sein, unabhängig davon, wie sie ihre Umgebung wahrnehmen. Mit der bewusst reizärmeren Einkaufsatmosphäre – weniger Lärm, gedämpftes Licht, mehr Ruhe – schaffen wir Raum für Menschen mit Autismus, Personen mit anderen Neurodivergenzen und alle, denen ein ruhigeres Einkaufen guttut", erklärt Kurt Aschbacher, Billa Vertriebsdirektor in Salzburg und Tirol

"Stille Stunde"

Billa setzt die "Stille Stunde" bereits seit 2021 um. Im Zuge der Initiative erhalten die Teams der beteiligten Billa Märkte spezielle Schulungen und Sensibilisierungen zum Thema Autismus-Spektrum-Störung und Neurodivergenzen. Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Bedürfnisse von betroffenen Kunden zu schaffen, Hindernisse im Einkaufsalltag zu thematisieren und passende Lösungsansätze zu erarbeiten. Zur "Stillen Stunde" werden Radio, Werbespots und Lautsprecherdurchsagen in den Märkten deaktiviert, um eine reizärmere Umgebung zu schaffen.

Zusätzlich wird das Licht gedimmt, die Kassen leiser gedreht und der Backofen im Backshop pausiert. Indem Bestellungen an der Feinkosttheke abgelegt und nicht persönlich ausgehändigt werden, wird der direkte Kontakt minimiert. Durch das bewusste Verlangsamen des Scannens und Abrechnens an der Kassa haben Kunden genügend Zeit zum Verstauen ihrer gekauften Waren. Um stark frequentierte Zeitfenster zu umgehen, findet die "Stille Stunde" abseits der Stoßzeiten in einem festgelegten Zeitraum statt.

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