Zum Autistic Pride Day am 18. Juni weitet Billa seine Initiative "Stille Stunde" deutlich aus. Ab 24. Juni soll es in jedem Bezirk Österreichs zumindest einen Billa oder Billa Plus Markt geben, in dem Kunden einmal pro Woche reizreduziert einkaufen können.
Konkret findet die "Stille Stunde" künftig jeden Mittwoch von 14 bis 15 Uhr statt. Insgesamt kommen 73 neue Standorte dazu. Bereits jetzt nehmen 50 Billa und Billa PLUS Märkte an der Initiative teil. Dort wird die "Stille Stunde" laut Unternehmen schon täglich umgesetzt.
Hintergrund: Für Menschen mit Autismus oder anderen Neurodivergenzen (das Gehirn verarbeitet hier Reize und Informationen anders) kann der normale Einkauf schnell zur Belastung werden. Geräusche, grelles Licht, viele Menschen und hektische Abläufe können Stress auslösen. Billa will mit der Ausweitung ein Zeichen für mehr Barrierefreiheit setzen.
Kai Pataky, Billa Vorstand Vertrieb, sagt dazu: "Als einer der größten Lebensmitteleinzelhändler des Landes ist es uns ein großes Anliegen, auf die Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen."
Barrierefreiheit verstehe man als "gelebte Inklusion" und als wichtigen Beitrag zu einem respektvollen Miteinander. Mit der "Stillen Stunde" schaffe man eine reizärmere Einkaufsatmosphäre, die nicht nur von Menschen mit Autismus genutzt werde.
"Mit der 'Stillen Stunde' schaffen wir eine reizärmere Einkaufsatmosphäre, die von Menschen mit Autismus ebenso genutzt wird, wie von Personen mit anderen Neurodivergenzen, Menschen mit Behinderungen sowie Eltern neurodivergenter Kinder“, erklärt Pataky in einer Aussendung. Für die österreichweite Ausweitung seien Markt- und Vertriebsmanager von externen Experten geschult worden.
Die "Stille Stunde" gibt es bei Billa bereits seit 2021. In den teilnehmenden Märkten werden Teams speziell geschult und für Autismus-Spektrum-Störung sowie Neurodivergenzen sensibilisiert.
Dabei geht es darum, Hindernisse im Einkaufsalltag besser zu erkennen und Lösungen zu finden. Während der "Stillen Stunde" werden Radio, Werbespots und Lautsprecherdurchsagen abgeschaltet. Auch das Licht wird gedimmt.
Die Kassen werden leiser gestellt, der Backofen im Backshop pausiert. An der Feinkosttheke werden Bestellungen abgelegt und nicht direkt übergeben. So soll der persönliche Kontakt reduziert werden.
Auch an der Kassa wird das Tempo ganz bewusst deutlich gedrosselt. Die Waren werden langsamer gescannt und abgerechnet. Kunden sollen dadurch mehr Zeit haben, ihre Einkäufe in Ruhe zu verstauen.
Die Uhrzeit ist ebenfalls bewusst gewählt. Die "Stille Stunde" findet abseits der Stoßzeiten statt, damit weniger Menschen gleichzeitig im Markt sind. Wer wissen will, welcher Markt in der Nähe mitmacht, findet die Standorte auf www.billa.at/nachhaltigkeit/fuer-uns-alle/inklusion.