Die Sparmaßnahmen des Bundes treffen nun auch den Bahnausbau. Wie aus dem neuen ÖBB-Rahmenplan hervorgeht, den der Ministerrat diese Woche beschlossen hat, werden mehrere wichtige Projekte in der Steiermark um Jahre verschoben.
Laut Medienberichten müssen die ÖBB österreichweit Vorhaben im Umfang von 1,6 Milliarden Euro auf später verschieben. Betroffen sind unter anderem die Modernisierung der Salzkammergutbahn zwischen Attnang-Puchheim und Stainach-Irdning sowie die Attraktivierung der Ennstalstrecke zwischen Bischofshofen und Selzthal. Beide Projekte sollen sich um mindestens zwei bis drei Jahre verzögern.
Weiter auf Eis liegt die Elektrifizierung der Strecke zwischen Zeltweg und Pöls. Laut Rahmenplan soll das Projekt erst fortgesetzt werden, wenn eine rechtliche Lösung mit dem Verteidigungsministerium gefunden ist. Die Bahntrasse verläuft entlang eines Bundesheer-Geländes beim Fliegerhorst Zeltweg.
Von weiteren Einsparungen bleibt die Steiermark vorerst verschont. Der Semmering-Basistunnel soll weiterhin 2029 eröffnet werden. Die Attraktivierungsmaßnahmen auf der Ostbahn zwischen Graz und Jennersdorf sollen 2030 abgeschlossen sein.
Die Steirische Westbahn wird bis 2031 elektrifiziert und nach weiteren Bauarbeiten 2035 wiedereröffnet. Die Inbetriebnahme war ursprünglich bereits für 2028 vorgesehen, wurde aber schon 2025 verschoben.
Unverändert bleiben auch die Zeitpläne für die Radkersburger Bahn zwischen Spielfeld-Straß und Bad Radkersburg, die 2036 in Betrieb gehen soll. Gleiches gilt für den bereits verschobenen zweigleisigen Ausbau zwischen Spielfeld-Straß und Werndorf sowie für die Thermalbahn – vorausgesetzt, Bund und Land Steiermark erzielen die notwendige Grundsatzeinigung.
Fix ist zudem: Die neuen Railjet-M-Züge sollen wie geplant ab 2028 auf österreichischen Interregio-Linien unterwegs sein – auch in der Steiermark.