Für viele Autofahrer in Oberösterreich und Niederösterreich wird es 2028 ernst: Die bestehende Donaubrücke Mauthausen bekommt ein neues Tragwerk. Das Großprojekt ist jetzt in der nächsten Phase angekommen.
Die Vorbereitungen laufen bereits seit Monaten auf Hochtouren. Das Übereinkommen mit den ÖBB wurde im Juni 2023 unterzeichnet, im Oktober 2024 erfolgte die Einreichung bei den Behörden. Seit Mai 2025 liegen alle nötigen Bescheide rechtskräftig vor.
Für Pendler, Betriebe, Gemeinden und Einsatzorganisationen ist die Brücke eine wichtige Lebensader. Genau deshalb wird die Baustelle zur großen Nervenprobe für die gesamte Region.
Schon jetzt arbeiten die ÖBB an den Pfeilerverstärkungen. Die Strompfeiler werden zwischen 2025 und 2028 verstärkt. Das ist die Voraussetzung dafür, dass das alte Tragwerk später abgetragen und das neue eingeschwommen werden kann.
Auch der weitere Zeitplan steht bereits grob fest. 2026 sollen Vorlandpfeiler und Widerlager ertüchtigt werden. Von 2026 bis 2028 wird die neue Strombrücke im Ennshafen vorgefertigt. 2027 und 2028 folgen die Vorlandbrücke in Seitenlage, Gewässerschutzanlagen und Dammverbreiterungen. Gute Nachrichten: Auf der bestehenden Brücke soll es dabei vorerst keine Verkehrseinschränkungen geben.
Der härteste Einschnitt kommt im Sommer 2028. Derzeit ist geplant, die Donaubrücke von 20. Mai bis 19. August 2028 für rund drei Monate zu sperren. In dieser Zeit wird das alte Tragwerk ausgeschwommen und abgetragen. Danach wird das neue Tragwerk eingeschwommen und fertiggestellt. Parallel läuft die Angebotsprüfung für die Hauptausschreibung. Erst wenn dieses Verfahren abgeschlossen ist, sollen die nächsten Details fixiert und kommuniziert werden.
Damit das Verkehrschaos nicht völlig ausufert, wurde bereits ein Maßnahmen- und Verkehrskonzept mit Beteiligung der Region entwickelt. In drei Runden wurden Rückmeldungen von betroffenen Stellen eingeholt. Dabei ging es vor allem darum, wie der Verkehr während der Sperre möglichst geordnet geführt werden kann.
Auch die neue Donaubrücke wird weiter vorbereitet. Grundstücksablösen, Leitungsverlegungen und weitere Vorarbeiten laufen bereits oder werden vorbereitet. Die eigentlichen Hauptbauarbeiten können aber erst nach dem Tragwerkstausch der bestehenden Brücke starten.
Noch ist die Brücke offen – doch der Sommer 2028 wird für viele Pendler zur Geduldsprobe.