Nach einem Arbeitsunfall und Betreuungen in verschiedenen Pflegeeinrichtungen lebt der Sohn von Cindy T. (Name von der Redaktion geändert) seit einem Jahr in einem Pflegeheim in NÖ.
Am 8. Jänner diesen Jahres habe er dort plötzlich aus dem Ohr geblutet, erzählt seine Mutter "Heute". Seit Februar übergebe sich der 42-Jährige mehrmals pro Woche. "In vier Monaten hat er zwanzig Kilo verloren", sagt Cindy T. besorgt.
Ende Mai wurde ihr Sohn mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht. Seither liegt er dort. Die Mama erhebt schwere Vorwürfe: Ihr Sohn bekomme im bisherigen Heim zu wenig Aufmerksamkeit, zu wenig Nahrung oder Wasser und auch nicht ausreichend Bewegung.
"Er müsste täglich mobil gemacht werden, aber das passiert nicht. Jetzt versteifen seine Muskeln", kritisiert Cindy.
"Wenn er vom Spital zurück ins Pflegeheim kommt, dann stirbt er dort", fürchtet sie. Cindy T. will ihren Sohn zurück zu sich nach Hause holen – darf das aber nicht selbst entscheiden. Denn schon vor Jahren wurde ihr die "Erwachsenenvertretung" entzogen, der Anwalt Alois Leeb wurde offiziell zum Vertreter ernannt.
Im Gespräch mit "Heute" weist der Anwalt alle vorgebrachten Vorwürfe zurück: "Es liegen keinerlei Verfehlungen vor, halbjährlich werden medizinische Gutachten erstellt. Eine unzureichende Versorgung ist durch nichts belegt."