Mit Ripperln und einem Almdudler-G'spritzten (mit Leitungswasser) leistete sich Martin H. aus Niederösterreich unter der Woche ein gemütliches Mittagessen. Ein Posten auf der Rechnung sorgte später für großen Ärger.
Martin H. ist Stammgast in einem beliebten Lokal im Bezirk St. Pölten-Land – hier nimmt er regelmäßig am Heimweg eine Mahlzeit ein. Das Lokal ist bekannt für Burger, und Steaks, viele kommen auch, um Billard zu spielen. Die Mittagsmenüs kosten laut Karte bis zu 13,50 Euro.
Beim Essen selbst gab es nichts auszusetzen. "Die Ripperl waren hervorragend wie immer", sagt Martin H. gegenüber "Heute".
Den Ärger bemerkte er erst später. Als er am Abend die Rechnung noch einmal kontrollierte, fiel ihm ein zusätzlicher Posten auf: Für ein Viertel Liter Leitungswasser wurde 1 Euro verrechnet.
"Hallo, wo samma denn?", ärgert sich der Oberösterreicher. Besonders wütend wird er bei folgendem Preisvergleich. "Ein Sechsertragerl Mineralwasser bekommt man um knapp vier Euro", sagt er.
"Ich habe mich so geärgert." Die Rechnung hat er noch am selben Abend weggeworfen. Das Lokal will er künftig meiden.
Von "Abzocke" und einer "Frechheit" spricht der verärgerte Gast. Vor allem beschäftigt ihn der Gedanke, wie viel Geld zusammenkommen könnte, wenn dieser Betrag bei vielen Gästen verrechnet wird.
Das Lokal versuchte "Heute" mehrmals zu kontaktieren. Der Preis für Leitungswasser steht zwar auf der Karte, wir wollten dennoch wissen, warum man bei einer vollen Konsumation extra zahlen muss. Wir haben nach einer Woche weder auf Telefonate noch auf eine E-Mail eine Antwort erhalten.