Bilanz zeigt

Billa-Kunden finanzieren jetzt sogar Wasserbüffel

Innerhalb eines Jahres haben Billa-Kunden für die Aktion "Dein Pfand fürs Land" ein Vermögen gespendet. Jetzt wurde eine erste Bilanz gezogen.
Team Wirtschaft
20.05.2026, 16:18
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Leere Flaschen, voller Spendentopf: Seit Mai 2025 können Billa-Kunden bei der Rückgabe von Einweg- und Mehrweg-Leergut direkt am Automaten ihr Pfand spenden. Anlässlich des Internationalen Tags der Biodiversität am 22. Mai zieht Billa eine sehr positive Bilanz.

Insgesamt 468.000 Euro kamen bisher im Rahmen der Spendenkampagne "Dein Pfand fürs Land" zusammen. Das Geld geht an Blühendes Österreich, einer gemeinnützigen Billa-Privatstiftung, die Naturschutzprojekte in Österreich unterstützt.

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"Dein Pfand fürs Land" brachte bisher 468.000 Euro

Konkret fließt das Geld in Maßnahmen, die Lebensräume für Tiere und Pflanzen erhalten oder wiederherstellen. Im Mittelpunkt stehen Flächen in Niederösterreich, darunter Weideprojekte im Weinviertel, der Hundsheimer Berg, der Spitzerberg und der Kühlteich bei Hohenau.

Robert Nagele, Billa-Vorstand und Vorstand von Blühendes Österreich, sagt dazu: "Seit über zehn Jahren sind wir bei Billa mit der gemeinnützigen Stiftung 'Blühendes Österreich' im Einsatz, um Natur- und Artenschutz in Österreich nachweislich voranzutreiben."

Mit dem Geld werden zahlreiche Öko-Projekte gefördert

Man freue sich sehr über das Engagement der Kunden, erklärte Nagele weiter. Neben den Projekten in Niederösterreich würden heuer auch neue Vorhaben in weiteren Bundesländern dazukommen. Ab sofort könnten etwa die Revitalisierung von Almen im Biosphärenpark Großes Walsertal und in Neukirchen am Großvenediger sowie die Renaturierung von Niedermoorflächen in Schiefling am Wörthersee per Pfandspende unterstützt werden.

Wasserbüffel als Landschaftspfleger

Ein großer Teil des Geldes bleibt zunächst in Niederösterreich. Im Weinviertel setzt der Regionalentwicklungsverein Leiser Berge das Projekt "Wilde Weiden" um. Dahinter steckt ein Rewilding-Projekt, bei dem Tiere die Landschaft pflegen sollen – nicht Maschinen.

Auf rund 110 Hektar – später sollen es sogar bis zu 250 Hektar werden – sorgen robuste Weidetiere wie Konikpferde, Wasserbüffel und Esel dafür, dass Trocken-, Feucht- und Steppenlebensräume erhalten bleiben. Die Pfandspenden sollen dort beim Aufbau eines neuen landwirtschaftlichen Betriebs in der Region Weinviertel helfen.

Wichtige Schutzgebiete werden revitalisiert

Im Rahmen eines weiteren Projekts werden die größten Trocken- und Halbtrockenrasen-Schutzgebiete Österreichs – Hundsheimer Berg und Spitzerberg – durch Beweidung revitalisiert. Rinder und Schafe pflegen dort in Zukunft mehr als 56 Hektar Naturschutzflächen.

Neben der Weideinfrastruktur (Zaun, Wasserversorgung, Stall-Sanierung) wird auch ein Konzept mit Beschilderungen, Exkursionen und Informationsangeboten für Besucher umgesetzt.

Riesen-Rastplatz für Enten und Gänse

Das dritte Projekt führt an den Rand der March-Thaya-Auen. Der Kühlteich Hohenau soll wieder zu einem artenreichen Feuchtgebiet werden. Davon sollen vor allem Wasservögel, darunter seltene Watvögel und gefährdete Arten wie die Flussseeschwalbe, profitieren.

Früher war der Standort ein international bedeutender tierischer Rastplatz, bis zu 6.000 Enten und 10.000 Gänse machten dort einst Halt. Dieser Zustand soll wiederhergestellt werden.

Blühendes Österreich finanzierte bereits Hunderte Projekte

Hinter "Blühendes Österreich – Billa gemeinnützige Privatstiftung" stehen Billa AG und BirdLife Österreich. Die Stiftung wurde für Projekte rund um Biodiversität, Naturschutz und Klimaschutz gegründet. Seit 2015 wurden laut eigenen Angaben 300 Partner und Initiativen finanziert.

Dadurch wurden mehr als 1.600 Hektar naturschutzfachlich wertvoller Biotope verbessert oder wiederhergestellt. 2022 erhielt Blühendes Österreich dafür den Natura 2000-Award der Europäischen Kommission.

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