Neuer Bonus am Montag

Bis zu 130 € Zuschuss – so funktioniert die neue Prämie

Am 12. Jänner startet mit der "Geräte-Retter-Prämie" das Nachfolgemodell des Reparaturbonus. Was du wissen musst.
Team Wirtschaft
10.01.2026, 20:10
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Tropft die Waschmaschine, streikt der Kühlschrank oder gibt die Bohrmaschine den Geist auf? Ab Montag, dem 12. Jänner, greift in Österreich ein neues Fördersystem: Die bisherige Reparaturbonus-Regelung wird durch die "Geräte-Retter-Prämie" ersetzt.

Mit ihr will der Staat weiterhin Reparaturen von Elektro- und Elektronikgeräten fördern und damit Ressourcen schonen, Energie sparen und Müll vermeiden.

Allerdings fällt die neue Unterstützung geringer aus. Zwar übernimmt der Staat weiterhin 50 Prozent der Reparaturkosten, der maximale Zuschuss sinkt jedoch von bisher 200 auf 130 Euro pro Reparatur, Service oder Wartung. Unverändert bleibt die Förderung von 30 Euro für einen Kostenvoranschlag. Ein Bon kann sowohl für Reparaturen als auch für Serviceleistungen, Wartungen und Kostenvoranschläge genutzt werden, die Anzahl der Bons pro Person ist grundsätzlich nicht begrenzt.

Deutlich eingeschränkt wird der Kreis der geförderten Geräte. E-Bikes, Fahrräder, Smartphones und Handys sind künftig ebenso ausgeschlossen wie Luxus-, Wellness- oder reine Unterhaltungsgeräte – etwa Massagesessel, Fußsprudelbäder oder Karaokeanlagen. Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) betont, dass die Fördermittel gezielt auf langlebige und umweltrelevante Haushaltsgeräte konzentriert werden sollen.

Weiterhin gefördert werden unter anderem Waschmaschinen, Kühlschränke, Elektrokleingeräte wie Kaffeemaschinen oder Mixer, außerdem Lampen, Nähmaschinen, Elektrowerkzeuge, Computer, Laptops, Bildschirme, Bürokleingeräte sowie Hi-Fi- und TV-Geräte. Neu in das Programm aufgenommen wurden Pflege- und Medizinprodukte wie Hörgeräte, Rollstühle, Pflegebetten sowie Blutdruck- oder Beatmungsgeräte.

Für die Geräte-Retter-Prämie stehen bis 2028 jährlich 30 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung.

Der Geräte-Retter-Bon kann ab Montag unkompliziert online unter www.geräte-retter-prämie.at beantragt und innerhalb von drei Wochen bei einem teilnehmenden Partnerbetrieb eingelöst werden.

Die Rechnung wird zunächst vollständig bezahlt, der Förderbetrag anschließend direkt auf das Bankkonto der Antragstellerin oder des Antragstellers überwiesen.

Der frühere Reparaturbonus war 2022 unter Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) eingeführt worden. Bis zu seinem Auslaufen im Mai 2025 wurden rund 1,8 Millionen Bons eingelöst. Insgesamt standen dafür mehr als 250 Millionen Euro aus EU- und nationalen Mitteln zur Verfügung – deutlich mehr als beim neuen Fördermodell.

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