Viele Oberösterreicher können auf eine neue finanzielle Entlastung hoffen. Ab 1. Jänner 2027 wird die Wohnbeihilfe erhöht. Statt bisher maximal 300 Euro können künftig bis zu 351,50 Euro monatlich ausbezahlt werden. Das sieht ein neuer Verordnungsentwurf vor, der jetzt in Begutachtung geht.
Die Höhe der Unterstützung richtet sich unter anderem danach, wie viele Personen im Haushalt leben. Auch die förderbare Wohnfläche wird angehoben.
Je nach Haushaltsgröße steigen die monatlichen Höchstbeträge:
Eine Person: bis zu 185 Euro (bisher 166,50 Euro)
Zwei Personen: bis zu 259 Euro (bisher 222 Euro)
Drei Personen: bis zu 314,50 Euro (bisher 277,50 Euro)
Vier oder mehr Personen: bis zu 351,50 Euro (bisher 300 Euro)
Für größere Haushalte bedeutet das bis zu 51,50 Euro mehr pro Monat, also maximal 618 Euro zusätzlich im Jahr.
Auch für ältere Menschen gibt es Änderungen. Die Einkommensgrenzen werden angepasst, damit Pensionisten durch eine inflationsbedingte Pensionserhöhung nicht ihre Wohnbeihilfe verlieren. Der Teuerungsfreibetrag von 100 Euro pro Haushalt und der Wohnbeihilfen-Pensionsbonus bleiben bestehen.
Eine weitere Neuerung betrifft Menschen über 70 Jahre: Muss der Ehepartner in ein Pflegeheim übersiedeln, kann die Wohnbeihilfe weiterhin für einen Zwei-Personen-Haushalt berechnet werden.
Künftig fällt bei privaten Mietverträgen auch die Unterschrift des Vermieters auf dem Antragsformular weg. Zudem werden die Nachweise für Unterhaltsleistungen und Waisenrenten vereinfacht.
Wohnbaureferent Manfred Haimbuchner (FPÖ): "Wohnen muss leistbar bleiben. Deshalb erhöhen wir die Unterstützung dort, wo sie gebraucht wird. Mehr Geld für Familien und Pensionisten, weniger Bürokratie und klare Regeln. Das ist Wohnbaupolitik mit Hausverstand."
Er rechnet damit, dass tausende Oberösterreicher von den Änderungen profitieren werden. In Kraft treten sollen die neuen Regeln mit 1. Jänner 2027.