Hexen, Vampire und Monster – am Samstag, zu Halloween, ziehen Tausende Gruselfiguren durch das Land. Manche Kostüme können schnell zur Gefahr werden. Sie fangen leicht Feuer, enthalten verschluckbare Kleinteile oder gefährliche Schnüre. Auch bei Kinderschminke ist Vorsicht geboten.
Wie aktuelle Kontrollen der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zeigen, wurden heuer 24,6 Prozent von 61 untersuchten Kostümen beanstandet. Bei sechs Produkten stellten die Experten Sicherheitsmängel fest.
Besonders gefährlich war eine Perücke aus einem Kostümset, die beim Test ein auffälliges Brennverhalten zeigte. Auch zu lange Schnüre, ablösbare Kleinteile und eine zu dünne Verpackungsfolie sorgten für Beanstandungen.
Von 23 in Oberösterreich untersuchten Kostümen wurden fünf beanstandet.
Probleme gibt es auch bei Kosmetikprodukten. Bei einer Untersuchung im Jahr 2024 wurden acht von 36 Kinderkosmetik-Proben beanstandet. Die Experten fanden unter anderem Spuren verbotener Stoffe sowie nicht zugelassene Farb- und Konservierungsstoffe. Als gesundheitsschädlich wurde allerdings keine dieser Proben eingestuft.
Bei Kosmetik aus Ländern außerhalb der EU lag die Beanstandungsquote sogar bei 76,5 Prozent (26 von 34 Proben). Darunter waren auch Produkte mit gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen.
Oberösterreichs Konsumentenschutz-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) warnt vor Billigprodukten: "Nichts ist gruseliger als echte Gefahr. Wer billig kauft, riskiert Chemie auf der Haut und Feuer am Kostüm."