Die heftige Hitzewelle hat Österreich und weite Teile Europas fest im Griff. Während die Temperaturen auf bis zu 40 Grad klettern, verlangen die Grünen von der Bundesregierung kurzfristige Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Unter dem Motto "Auch Menschen ohne Haus am See haben Hitzeschutz verdient" präsentierte die Oppositionspartei am Samstag ein entsprechendes Forderungspaket.
Die Grünen fordern kostenlosen Eintritt in Freibäder an Tagen mit Hitzewarnstufe Orange oder Rot. Außerdem sollen in allen Gemeinden gekühlte Hitzeschutzräume eingerichtet werden, etwa in Gemeindeämtern, Bibliotheken oder Museen. Für Mieter soll es zudem einfacher werden, Klimaanlagen, Beschattungssysteme oder andere Maßnahmen gegen die Hitze einzubauen. Darüber hinaus verlangen die Grünen von allen Ministerien eigene Maßnahmen zum Hitzeschutz.
Grünen-Klubobfrau Leonore Gewessler kritisiert, die Regierung lasse viele Menschen mit der Hitzewelle allein. Besonders betroffen seien jene, die ihre Wohnung nicht ausreichend kühlen könnten oder keine Möglichkeit hätten, der Hitze zu entkommen. Für viele werde die Hitze bereits im Alltag zur Belastung – etwa beim Schlafen, Einkaufen oder durch die Auswirkungen auf die Landwirtschaft.
Gewessler fordert daher rasches Handeln. Es gebe ausreichend Vorschläge, nun müsse die Bundesregierung diese auch umsetzen. Außerdem wirft sie Landwirtschafts- und Klimaschutzminister Norbert Totschnig (ÖVP) vor, bei Klimaschutz, Renaturierung und der Schaffung von Grünräumen zur Kühlung überhitzter Gebiete zu wenig getan zu haben.