Die anhaltende Hitzewelle bringt nicht nur den Kreislauf an seine Grenzen – jetzt schlägt auch das Sportministerium Alarm. Wer bei Temperaturen um die 40 Grad draußen trainiert, sollte besonders vorsichtig sein.
Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt appelliert an alle Freizeitsportler, Vereine und Veranstalter, ihre Aktivitäten an die Wetterlage anzupassen. "Bewegung und Sport sind wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden. Sport soll guttun, gerade bei großer Hitze müssen wir aber besonders umsichtig sein", so Schmidt.
Laut dem Sportministerium stellt extreme Hitze für den Körper eine enorme Belastung dar. Bei körperlicher Anstrengung entsteht zusätzliche Wärme, die über das Schwitzen abgegeben werden muss. Gelingt das nicht ausreichend, steigt die Belastung für Herz und Kreislauf deutlich an.
Der Leiter des Österreichischen Instituts für Sportmedizin, Prof. Jürgen Scharhag, warnt davor, die Gefahr zu unterschätzen. Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelkrämpfe oder sogar Kältegefühl trotz hoher Temperaturen seien Warnsignale, dass die Belastungsgrenze erreicht ist. Treten diese Symptome auf, sollte das Training sofort beendet und der Körper gekühlt werden.
Das Sportministerium ruft nicht nur Freizeitsportler zur Vorsicht auf. Auch Trainer, Vereine und Veranstalter sollen Trainingseinheiten und Wettkämpfe bei Bedarf verschieben, verkürzen oder in kühlere Hallen verlegen. Zudem wird angesichts der hohen Temperaturen zu besonderer Vorsicht beim Baden und Schwimmen geraten.
"Sicherer Sport heißt auch Anpassung an die Wetterverhältnisse. Und wichtiger als das Training heute ist langfristige Konstitution. Die Gesundheit muss immer Vorrang haben", betont Sport-Staatssekretärin Schmidt.
Das Sportministerium gibt fünf einfache Empfehlungen für Bewegung an heißen Tagen:
▶ Kühle Tageszeiten wählen: Sport möglichst vor 8 Uhr morgens oder erst nach 20 Uhr betreiben. Die Mittagshitze sollte gemieden werden.
▶ Genug trinken: Durch starkes Schwitzen verliert der Körper viel Flüssigkeit. Mineralwasser, isotonische Getränke oder verdünnte Fruchtsäfte helfen, den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen.
▶ Training anpassen: Tempo reduzieren, kürzer trainieren und mehr Pausen einlegen. Höchstleistungen sollten bei großer Hitze vermieden werden.
▶ Für Abkühlung sorgen: Schatten, kühles Wasser, Ventilatoren oder klimatisierte Räume entlasten den Körper. Auch nasse Handtücher oder das Befeuchten von Kopf und Nacken können helfen.
▶ Sonnenschutz nicht vergessen: Helle, atmungsaktive Funktionskleidung schützt besser vor Hitze als Baumwolle. Außerdem empfiehlt das Ministerium Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30.