Studie von Wirtschaftsexperten

So lange musst du für eine 65-m2-Wohnung arbeiten

Wer träumt nicht von einer Wohnung im Eigentum? Doch dieser Traum ist in den vergangenen Jahren oft einer geblieben. Das zeigt eine Expertenstudie.
Heute Politik
26.06.2026, 05:45
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Die horrenden Immobilienpreise der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass sich kaum jemand mehr Eigentumswohnungen leisten kann.

Rechenbeispiel

Die wirtschaftsliberale Agenda Austria hat sich ausgerechnet, wie lange man arbeiten muss, um sich eine durchschnittliche 65-Quadratmeter-Wohnung kaufen zu können. Das Ergebnis ist ernüchternd.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Demnach sind 5,3 jährliche, durchschnittliche Haushaltseinkommen notwendig. Zum Vergleich: 2008 waren es "nur" 4,1 Jahreseinkommen, 2009 sogar nur vier. Danach ging es aber deutlich bergauf. So musste man 2013 bereits 4,8 Jahre lang für eine Wohnung in dieser Größe arbeiten.

Höhepunkt im Jahr 2022 erreicht

2018 waren es 5,6 Jahre. Während der Niedrigzins-Phase sind die Immobilienpreise dann stark gestiegen. Der Höhepunkt war 2022 erreicht. Da waren 6,9 durchschnittliche Jahreseinkommen für den Kauf notwendig.

Zinswende

Ab 2022 gingen die Preise wegen der Zinswende zurück, bis sie eben die 5,3 Jahreseinkommen für das Jahr 2025 erreicht haben. Ein weiterer Faktor für die bessere Leistbarkeit waren die Löhne, die aufgrund der Inflation gestiegen sind.

"Trotz der jüngsten Korrektur bleibt die Leistbarkeit von Wohneigentum im historischen Vergleich angespannt", sagt Agenda-Austria-Ökonom Dénes Kucsera im Gespräch mit "Heute". Die Finanzierung über Zinsen – also Kredite – sei gestiegen. Und eine weitere Erhöhung der Zinsen sei vorgesehen, so der Experte. "Damit wird es für Haushalte immer schwieriger, Immobilien zu kaufen."

„Die Leistbarkeit von Wohnraum ist  im historischen Vergleich immer noch hoch.“
Dènes KucseraÖkonom, Agenda Austria

Abgaben auf Arbeit senken …

Was müsste getan werden, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken? "Zunächst könnte die Regierung zum Beispiel die Abgaben auf Arbeit senken. Die zählen in Österreich zu den höchsten im Europa-Vergleich" sagt Kucsera. "Dann hätten die Leute wieder mehr Netto vom Brutto."

… und Grunderwerbssteuer bei erster Immobilie streichen

Der Ökonom hat aber noch weitere Forderungen: "Eine wichtige wäre die Streichung der Grunderwerbssteuer auf die erste Immobilie." Zudem sollte in Schulen Finanzbildung als Pflichtfach eingeführt werden. "Dann würden die Menschen besser über Geld, Banken, Kredite et cetera Bescheid wissen."

{title && {title} } pol, {title && {title} } 26.06.2026, 05:45
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