Mehr Kinder und Jugendliche für Sport und Bewegung begeistern. Das ist das Ziel der "Täglichen Bewegungseinheit" (TBE). Dafür gibt es jetzt mehr Geld. Das Budget wird von 20 auf 25 Millionen Euro ausgebaut – ein Plus von 25 Prozent.
Insgesamt nehmen drei von vier Volksschulen am Projekt teil, auch in knapp jedem dritten Kindergarten steht die TBE auf dem Programm. Insgesamt haben mehr als 380.000 Kinder und Jugendliche in mehr als 3.700 Bildungseinrichtungen teilgenommen oder nehmen teil. Absolviert wurden bereits mehr als 250.000 Einheiten, rund 2.600 Coaches wirken mit.
Mit den zusätzlichen fünf Millionen Euro können laut Schätzungen rund 75.000 zusätzliche Bewegungseinheiten stattfinden. Das Geld kommt überwiegend aus dem Sportministerium. "Jedes Kind soll die Chance auf tägliche Bewegung erhalten. Mit diesem Budgetplus setzen wir den Ausbau der täglichen Bewegungseinheit konsequent fort", sagt die zuständige Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt (SPÖ).
„Jedes Kind soll die Chance auf tägliche Bewegung erhalten.“Michaela SchmidtSport-Staatssekretärin (SPÖ)
"Bewegte Kinder sind gesunde Kinder. Und gesunde Kinder sind glückliche Kinder – mit positiven Folgen für Gesundheit, Konzentrationsfähigkeit und Zusammenhalt."
Als Botschafter für die TBE fungiert niemand Geringerer als Fußball-Nationalteamchef Ralf Rangnick. Er bezeichnet die zusätzlichen Mittel als wichtiges Signal: "Diese Investition stärkt die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Zukunftschancen unserer Kinder und wird sich für die Gesellschaft vielfach auszahlen." Regelmäßige Bewegung sei der Grundstein für ein gesundes Leben im Erwachsenenalter.
Erfreulich: Zusätzlich zum Geld aus dem Sportressort beteiligen sich auch einige Bundesländer. Langfristig soll die Finanzierung auf mehrere Ministerien verteilt werden. "Mein Ziel ist und bleibt der Vollausbau, also die tägliche Bewegungseinheit für alle Kinder", setzt sich Schmidt – ehemals selbst als Faustballerin in der Bundesliga aktiv – ehrgeizige Ziele.
Die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) hat die TBE übrigens einem genauen Check unterzogen. Abgeleitet wurden sechs Empfehlungen: Weiterführung und Ausbau des Projekts, langfristige Planungssicherheit für die teilnehmenden Bildungseinrichtungen, Bewerbung der Angebote im Bereich der Bewegungskultur, Erweiterung der Aus- und Fortbildung der Coaches, eine Einbindung der Eltern und eine Erhebung, welche Sportstätten für die TBE verfügbar wären.