Es hätte das nächste große WM-Wunder werden sollen: Nach dem sensationellen Last-Minute-Tor von Sasa Kalajdzic im letzten Gruppenspiel gegen Algerien stand fest, dass Österreich im Sechzehntelfinale gegen den amtierenden Europameister Spanien antreten muss.
Das ganze Land glaubte an unser Team, das merkte man auch beim Public Viewing am Wiener Donauturm. Schon vor dem Spiel herrschte beste Stimmung, viele ÖFB-Fans konnten den Anpfiff gar nicht mehr erwarten.
Die Partie begann mit viel Elan der Österreicher, das Team von Ralf Rangnick versetzte auch die Zuseher beim Public Viewing in Ekstase. Mit Fortdauer der ersten Halbzeit wurde klar: Den Europameister zu eliminieren, wird ein ganz schwerer Brocken.
Zunächst wurde ein Tor der Iberer aberkannt, in Minute 36 war es dann soweit: Cucurella gab den Spaniern links die Breite und bekam den Ball auf den Flügel durchgesteckt. In der Mitte hatte sich derweil Oyarzabal gelöst und bekam in der Gegend des Elferpunktes das Zuspiel. Der Stürmer der Spanier schob ganz entspannt ein, für Schlager gab es diesmal nichts zu halten.
Mit einem 0:1 ging es in die Pause, Rangnick löste das defensive Mittelfeld um Schlager und Seiwald komplett auf und brachte zur zweiten Halbzeit Chukwuemeka, Grillitsch und Chukwuemeka. In Minute 60 brachte der ÖFB-Teamchef dann alles an Offensiv-Power aufs Spielfeld: Kalajdzic, Arnautovic und Prass kamen für Schmid, Gregoritsch und Posch ins Spiel.
Phasenweise spielte sich das ÖFB-Team bis zum Sechzehner der Spanier, für einen Treffer reichte es nicht. In Minute 66 verwertete Pedro Porro einen Kopfball aus wenigen Metern, in Minute 89 versetzte Mikel Oyarzabal dem ÖFB-Team den Todesstoß. Bis zuletzt feuerten die Fans am Donauturm unser Team an – unser Nationalteam kann sich erhobenen Hauptes von dieser Fußball-WM verabschieden.