Die "G11 Unternehmensverbund AG" (FN 245469i), der Betreiber zweier Biomassekraftwerke in Gmünd (NÖ) und St. Andrä (Kärnten) für Strom und Fernwärme, ist insolvent. Über das Vermögen wurde jetzt ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet.
Der aus regionalem Waldhackgut produzierte Strom wurde einerseits an die AVIA und auch nach Tschechien verkauft, Wärme ging fast ausschließlich an die Kärntner KELAG.
Durch die ungünstige Preisentwicklung sei man in die Insolvenz geschlittert, heißt es seitens des Unternehmens.
Als Aktiva werden Forderungen in der Höhe von rund 500.000 Euro angegeben. Dem gegenüber stehen Gesamtforderungen von rund 1,16 Millionen Euro durch bisher 210 Gläubiger. Das berichtet der Alpenländische Kreditorenverband (AKV).
Der Schuldner beabsichtigt, das Unternehmen zu sanieren und seinen Gläubigern einen Sanierungsplan anzubieten. Hierfür wird den Insolvenzgläubigern zur vollständigen Befriedigung ihrer Forderungen derzeit eine 30-prozentige Quote geboten, zahlbar innerhalb von 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplans.
Die Realisierbarkeit des Sanierungsplans wird vom Alpenländischen Kreditorenverband nunmehr eingehend geprüft. Auch ist der Frage nachzugehen, ob, bzw. in welcher Form dieser Sanierungsplan, der lediglich den gesetzlichen Mindesterfordernissen entspricht, verbessert werden kann.