"Man muss seinen Weg gehen, aber auch den Mut haben, die Richtung zu ändern", beginnt das Familienunternehmen auf Facebook seinen Post mit einem bekannten Sinnspruch. Und zu eben dieser Familie würden auch die Kunden, aber vor allem die Mitarbeiter gehören, heißt es weiter.
Umso schwerer falle es daher, nun mitzuteilen, dass man sich dazu entschlossen hat, die Bäckerei nach über 73 Jahren "in die wohlverdiente Pension zu schicken". Für alle, die die Firma nicht kennen: Mit ihrem Brot und Gebäck sind zahlreiche Linzerinnen und Linzer aufgewachsen. Aktuell werden noch vier Filialen, alle im Stadtteil Urfahr, betrieben.
Eichler dazu: Bis zum "Pensionsantritt" würden einige Filialen in "Altersteilzeit" gehen. Das bedeutet: Es wird unregelmäßigere Öffnungszeiten geben als bisher. Darüber werde man die Kundschaft ebenso auf dem Laufenden halten wie über die Zukunft der einzelnen Geschäfte, so das Unternehmen.
Abschließend ersucht es um Verständnis: Dafür, dass es in den kommenden Wochen auch noch einige Dinge zu klären gebe, und dafür, dass "uns der Abschied klarerweise entsprechend nahegeht". Auch wenn man heute noch nicht wisse, was die Zeit danach bringen wird, werde man auf alle Fälle weiterhin in Urfahr verwurzelt sein.
Ebenfalls ein Unternehmen mit Tradition, das aber in Schwierigkeiten steckt: Über die M. Lienbacher GmbH in Palting (Bez. Braunau), Hersteller von Beschlägen und Kaminzubehör, wurde ein Sanierungsverfahren eröffnet. 87 Mitarbeiter müssen jetzt um ihre Zukunft bangen.
Als Gründe nennt das Unternehmen mehrere Belastungen: Die Errichtung eines neuen Betriebsgebäudes etwa habe die Liquidität stark beansprucht. Die Schulden machen fast 14 Millionen Euro aus.