Investor zieht die Notbremse

Bitteres Aus? Beliebtes Skigebiet bleibt erstmals zu

Nicht der Mangel an Schnee, sondern ein geplatzter Deal bringt das Vorarlberger Skigebiet Schetteregg um den Winter.
Heute Life
14.09.2026, 21:12
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Schetteregg steht vor einem bitteren Winter. Das kleine Skigebiet im Bregenzerwald bleibt in der Saison 2026/27 geschlossen. Ausgerechnet ein Zukunftsprojekt, das den Standort retten sollte, ist an einer Abstimmung gescheitert, heißt es in einer Mitteilung von Investor Jürgen Sutterlüty und dessen SCA GmbH.

Am 10. August stimmten die Weiderechtsbesitzer der Alpe Gemeine Brongen und Tristen über langfristige Verträge für das geplante Ganzjahreskonzept ab. Zwar gab es laut Investorenseite eine klare Mehrheit. Für die erforderliche Zweidrittelmehrheit reichte es aber nicht. Die Folge ist drastisch: Kein Skibetrieb in Schetteregg in diesem Winter.

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Statt Winterskigebiet eine Ganzjahresdestination

58 beziehungsweise 60 Prozent der Weiderechte stimmten laut SCA GmbH für die vorgelegten Vereinbarungen. Die nötige Zweidrittelmehrheit wurde damit verfehlt. Für Investor Jürgen Sutterlüty ist das ein herber Rückschlag. Sein Konzept sollte Schetteregg vom klassischen kleinen Winterskigebiet zu einer Ganzjahresdestination für Familien, Natur und Bike-Sport umbauen.

Noch im Juni hatte vieles nach einem Neustart ausgesehen. Rund 70 Vereinbarungen mit Grundeigentümern, Alpen und weiteren Beteiligten waren laut SCA abgeschlossen oder vorbereitet worden. Geplant waren unter anderem ein Bikepark, Verbesserungen bei Lift und Kinderland sowie Investitionen in die Beschneiung. Jetzt ist vorerst Schluss.

Noch kein endgültiges Aus?

Ob aus der Winterpause ein endgültiges Aus wird, ist derzeit noch offen, denn für Sutterlüty ist das Projekt nicht verloren. "Mein Glaube an Schetteregg und an das außergewöhnliche Potenzial dieses Standorts ist unverändert", erklärt der Investor in der Mitteilung.

„Mein Glaube an Schetteregg ist unverändert“

Doch für die SCA gibt es eine entscheidende Bedingung: Die langfristige Absicherung muss stehen. Von Anfang an sei klar gewesen, dass ein Winterbetrieb nur gemeinsam mit einem tragfähigen Sommerbetrieb möglich sei.

Millionen auf dem Spiel

Für die Region geht es laut SCA um mehr als einen ausgefallenen Skiwinter. Die geplanten Vereinbarungen hätten eine Laufzeit von 20 Jahren gehabt. Allein Pacht- und Nutzungsentgelte für Alpen und Grundeigentümer hätten sich in diesem Zeitraum auf mehr als zwei Millionen Euro summiert.

Dazu kommen die wirtschaftlichen Effekte für Gastronomie, Beherbergung, Skischule, Vermieter, Landwirtschaft und weitere Betriebe. Die Investorenseite warnt damit vor einem Dominoeffekt: Fällt der Lift weg, könnte auch ein Teil der regionalen Wertschöpfung verschwinden.

red,14.09.2026, 21:12
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