Schlecht ausgerüstet

Blind auf App vertraut – Rettung von 3.100 Metern Höhe

Zwei Deutsche verstiegen sich am Hohen Sonnblick. Ohne passende Gletscherausrüstung mussten sie in der Nacht gerettet werden.
Newsdesk Heute
05.09.2026, 16:42
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Ein nächtlicher Notruf hat am Freitag die Bergrettung Rauris gefordert. Gegen 20.30 Uhr meldeten sich zwei deutsche Bergsteiger im Alter von 26 und 42 Jahren vom Hohen Sonnblick in Salzburg.

Die beiden hatten sich kurz vor dem Gipfel auf 3.106 Metern Seehöhe verstiegen. Besonders problematisch: Laut Bergrettung fehlte ihnen die passende Gletscherausrüstung, weshalb sie nicht mehr weiterkamen.

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Bergretter machten sich noch in der Nacht auf den Weg und brachten die beiden Männer sicher auf den Gipfel. Dort konnten sie im Zittelhaus unterkommen.

Bergsteiger verließen sich auf App

Die Tour hatte bereits um 9 Uhr beim Wallackhaus begonnen. Von dort wollten die beiden über den Klagenfurter Jubiläumsweg zum Hohen Sonnblick gelangen. Bei Wegbeschreibung und benötigter Zeit hatten sie sich laut Bergrettung auf eine Orientierungs-App verlassen.

Für die Retter war es heuer nicht der erste derartige Einsatz am Sonnblick. Erst einen Tag zuvor wurden sie gegen 23 Uhr alarmiert, weil sich eine von Heiligenblut aufgestiegene Familie nicht bei ihren Angehörigen gemeldet hatte.

Die Bergrettung konnte noch während der Nacht Entwarnung geben: Die Familie war wohlbehalten beim Zittelhaus angekommen.

So viele Einsätze wie noch nie

Auch wenige Tage zuvor mussten die Einsatzkräfte ausrücken. Mehrere Bergsteiger hatten zwar den Aufstieg über den Ostgrat bewältigt, trauten sich den Abstieg über den steilen Grat jedoch nicht mehr zu und setzten einen Notruf ab.

Die Bergrettung appelliert deshalb erneut an die Eigenverantwortung am Berg. Selbstüberschätzung, unzureichende Ausrüstung und mangelnde Tourenplanung seien die Hauptgründe für die zahlreichen Einsätze.

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