Die Ermittlungen nach der Bluttat in der Gemeinde Sooß im Bezirk Baden laufen auf Hochtouren. Die Polizei konnte nun jenen Verdächtigen ausforschen, der die Tatwaffe, eine Neun-Millimeter-Pistole, dem Schützen übergeben haben soll.
Der Mann, ein 45-jähriger Österreicher, ebenfalls mit Wurzeln im Kosovo, wurde Dienstagabend in Wr. Neustadt festgenommen (samt Cobra-Einsatz), am Mittwoch in die Justizanstalt Wr. Neustadt überstellt.
In seiner Einvernahme streitet der 45-Jährige, es soll sich um einen Waffenhändler handeln, alles ab, er habe mit der Übergabe der Pistole (Marke "Beretta") nichts zu tun. Brisant: Der Mann ist einschlägig vorbestraft.
Den Tipp gab der Mordverdächtige den Polizisten selbst, der 45-Jährige soll laut "Krone" bereits insgesamt 18 Jahre in Haft gesessen sein – darunter auch wegen eines Schussattentates auf einen Türsteher. Erst seit ein paar Monaten ist er wieder auf freiem Fuß.
Indes liegt nach der Tötung der Mutter (38) von vier minderjährigen Kindern in Sooß das Obduktionsergebnis vor. Der 47-jährige Noch-Ehemann, von dem sich das Opfer 2019 getrennt hatte, soll drei Mal eben mit jener 9-mm-Pistole gefeuert haben. Die Schüsse seien nicht tödlich gewesen, so Erich Habitzl von der Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
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Dann soll die Frau durch eine Vielzahl an Stichverletzungen mit einem Schraubendreher getötet worden sein. Der Tatverdächtige wurde von einem seiner Kinder (13), das gerade vom Spielen nach Hause kam, im Garten überrascht, gerade wollte der 47-Jährige die Leiche mit Grünschnitt zudecken. Der Polizeinotruf wurde gewählt, der Verdächtige versuchte erst, die Spur zu einem "unbekannten Fremden" zu legen.
Gegen den 47-jährigen Mordverdächtigen wurde die Untersuchungshaft verhängt, er zeigte sich nach anfänglichen Ausweichversuchen und abstrusen Theorien in der Einvernahme geständig. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Hier kann geholfen werden!
Spendenkonto:
Marktgemeinde Sooß
IBAN: AT19 3204 5000 0509 5120
BIC: RLNWATWWBAD
Unterstützung Femizid Sooß
Die Marktgemeinde Sooß will den armen vier minderjährigen Kindern und der betroffenen Familie unter die Arme greifen, richtete am Dienstagvormittag ein Spendenkonto ein. "Wir vertrauen wieder auf die Hilfsbereitschaft unserer Bürger, die sie schon so oft bewiesen hat, und setzen ein Zeichen, dass wir füreinander da sind und unsere Kinder nicht allein lassen", so Bürgermeister Hermann Rauch.