Der Autobauer BMW schraubt seine Gewinnprognose für heuer nach unten. Als Grund nennt das Unternehmen die "negative Entwicklung in China" und die Auswirkungen des Nahost-Konflikts, wie BMW am Dienstag in München mitgeteilt hat.
Zusätzlich will BMW die bisherigen Einsparungen "durch weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen intensivieren und beschleunigen" – das drückt aufs Ergebnis im zweiten Halbjahr.
Bei den Auslieferungen rechnet BMW nun mit einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Bisher war man davon ausgegangen, zumindest das Niveau vom letzten Jahr zu halten.
Beim Gewinn vor Steuern erwartet BMW jetzt einen "deutlichen" statt wie bisher angenommen einen "moderaten" Rückgang. Zur Erklärung sagt BMW, dass sich die negative Entwicklung am chinesischen Automarkt im zweiten Quartal weiter beschleunigt – besonders bei Autos mit Verbrennungsmotor.
Der chinesische Herstellerverband hat seine Prognose für das Gesamtjahr schon mehrmals nach unten korrigiert. "Dies führt zu einer intensiveren Wettbewerbssituation in China und in Ländern der Region Asien-Pazifik", der sich BMW "nicht entziehen" könne. Außerdem spürt BMW nach wie vor die Folgen des Konflikts zwischen Iran, den USA und Israel.
Diese würden "entgegen den bisherigen Annahmen des Unternehmens" weiter anhalten. Die Energiepreise bleiben hoch, was die Kosten für das Unternehmen steigen lässt. Die Unsicherheit durch den Konflikt bremst das Konsumverhalten in vielen Märkten weltweit immer stärker.