Der Präsident des deutschen Bundesnachrichtendienstes schlägt bei der Sicherheitslage ungewöhnlich deutliche Töne an. Martin Jäger sieht die Gefahr, dass die Konfrontation zwischen Deutschland und Russland weiter eskalieren könnte – das berichtet die BILD.
Bei einer öffentlichen Anhörung vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags warnte der 62-Jährige vor einer verschärften Lage.
"Die Konfrontation, in der wir mit Russland stehen, hat eine neue, gefährlichere Qualität: Deutschland ist in Gefahr, in einen gewaltsamen Konflikt mit Russland zu geraten", wird Jäger in der BILD zitiert.
Jäger war von 2023 bis 2025 deutscher Botschafter in der Ukraine. In seiner Einschätzung bezeichnete er Russland derzeit als die unmittelbarste und umfassendste Bedrohung für Deutschland.
"Von keinem anderen Land geht aktuell eine so direkte, umfassende und konkrete Bedrohung gegen Deutschland aus", sagte der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) gegenüber der Boulevardzeitung.
Als Beispiel für die aktuelle Bedrohungslage verwies der BND-Chef auf den Anschlagsversuch von Leipzig.
Auch vor dem Vorgehen russischer Geheimdienste warnte Jäger. Diese würden "hochprofessionell und rücksichtslos" agieren. Aus Sicht des BND-Präsidenten besteht auch weiterhin die Gefahr von Anschlägen auf Ziele in Deutschland.
"Die Gefahr von Anschlägen gegen Ziele in Deutschland ist weiter real und gegenwärtig. Dem müssen wir uns entgegenstellen", so Jäger zur BILD.