Großeinsatz in Ceuta

Königspaar kommt – jetzt räumt Polizei Migranten-Lager

Mit Panzerwagen, Drohnen und 350 Beamten rückte Spanien in Ceuta an: Ein Camp mit rund 3.500 Migranten wurde geräumt.
Newsdesk Heute
05.10.2026, 10:25
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Zehntausende Migranten strömten am 30. Juli in die spanische Exklave Ceuta. Seitdem leben noch Tausende von ihnen in Camps in der Hafenstadt. Das größte davon wurde nun von der Polizei geräumt.

Einsatzort war der Strand von El Trampolín. Die Beamten rückten mit Panzerwagen, Patrouillenbooten und Drohnen an. Migranten wurden bewacht, Zelte durchsucht und abgebaut. Laut spanischen Medienberichten standen 350 Beamte sowie das Militär im Einsatz.

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König wird erwartet

Dem öffentlich-rechtlichen Sender RTVE zufolge sollte damit verhindert werden, dass die Räumung eskaliert. In dem Camp hätten rund 3.500 Migranten gelebt, davon wurden 1.100 zur Registrierung an den Grenzübergang Tarajal gebracht. Danach seien sie auf Aufnahmelager verteilt worden. Des Weiteren seien Hunderte Marokkaner freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt.

Besonders brisant: Laut dem lokalen Medium "Teleceuta" könnte die nunmehrige Räumung mit dem bevorstehenden Besuch des spanischen Königspaares zusammenhängen. In wenigen Tagen werden König Felipe VI. und Königin Letizia in Ceuta erwartet. Eine offizielle Bestätigung für einen Zusammenhang mit der Räumung und dem Besuch liege allerdings nicht vor.

Zudem gab es in der Vergangenheit immer wieder Berichte über katastrophale hygienische Zustände in dem Lager von El Trampolín. Des Weiteren war in lokalen Medien von "brutalen Schlägereien" und Vergewaltigungen von unbegleiteten Flüchtlingsmädchen die Rede.

red,Akt. 05.10.2026, 10:30, 05.10.2026, 10:25