"Ist unerträglich"

Böller-Chaos in Wiener Siedlung – Anrainer verzweifelt

In einer Gemeindebau-Siedlung in Floridsdorf schlagen die Bewohner Alarm. Böller-Chaos, Vandalismus und Angst beherrschen ihren Alltag.
20.10.2026, 21:49
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Knallerei statt Nachtruhe! In einer Wohnsiedlung in der Mitterhofergasse in Wien-Floridsdorf sollen Jugendliche laut einer Anrainerin immer wieder für Ärger sorgen. Über Monate hinweg würden sie Feuerwerkskörper zünden und damit Bewohner, Kinder und Haustiere in Angst versetzen.

Wie die Wienerin gegenüber erklärt, beginne die Knallerei bereits im September und ziehe sich teilweise bis März oder sogar April. Besonders in den Abend- und Nachtstunden würden Jugendliche auf dem Siedlungsgelände Böller zünden. "Die Situation ist einfach belastend und schrecklich", so die "Heute"-Leserin.

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Böller zwischen Hauseingängen geworfen

Dabei sollen die Feuerwerkskörper auch zwischen Hauseingänge, in Durchgänge und auf Stiegen geworfen werden. Die Bewohnerin befürchtet dadurch nicht nur Verletzungen, sondern berichtet auch von Schäden an der Wohnanlage.

Vor allem Familien mit kleinen Kindern und Haustierbesitzer würden unter der Situation leiden. Gewohnte Spaziergänge seien wegen der ständigen Knallerei kaum noch unbeschwert möglich, beklagt die Anrainerin.

"Dazu kommt, dass man vor allem in der Herbst- und Winterzeit in den meisten Treppenhäusern – insbesondere in den oberen Etagen – Kot, Urin und Erbrochenes sehen kann", schildert sie. Die Bewohnerin wünscht sich nun, dass gegen die wiederkehrenden Vorfälle vorgegangen wird und endlich wieder Ruhe in der Siedlung einkehrt.

Wiener Wohnen reagiert auf Beschwerden

Auf "Heute"-Nachfrage bestätigt Wiener Wohnen, dass die Probleme in der Wohnhausanlage Mitterhofergasse und der Jedlersdorfer Straße in Floridsdorf bekannt seien. "Wiener Wohnen steht diesbezüglich in engem Austausch mit den zuständigen Behörden", erklärt der Pressesprecher.

Bereits in der Vergangenheit sei gemeinsam mit der Kriminalprävention der Wiener Polizei eine Sicherheitsbegehung durchgeführt worden. Daraufhin wurden mehrere Maßnahmen umgesetzt. Unter anderem seien die Postschlösser bei den Stiegen deaktiviert worden, um hausfremden Personen den Zutritt zu erschweren.

Darüber hinaus wird die Wohnhausanlage aktuell und auch in den kommenden Wochen und Monaten verstärkt durch uniformierte und zivile Polizeikräfte bestreift", erklärt der Pressesprecher. Diese Maßnahmen sollen auch in den kommenden Wochen und Monaten fortgesetzt werden.

Zusätzlich seien die Ordnungsberater regelmäßig vor Ort. Allein zwischen Anfang August und Mitte Oktober 2026 fanden laut Wiener Wohnen 14 Kontrollgänge statt. Dabei wurden auch zahlreiche Gespräche mit Bewohnern geführt.

Wiener Wohnen betont, die Situation weiterhin gemeinsam mit den Behörden zu beobachten. Für mögliche strafrechtliche Vorfälle sei in erster Linie die Polizei zuständig.

Gul, 20.10.2026, 21:49