"Wir wurden von Sirenen und Explosionen in Kiew geweckt … eine Stadt mit mehr als 3 Millionen Einwohnern, die schlief", schilderte das 26-jährige Model Veronika Didusenko die Invasion Russlands am 24. Februar und ihre dramatische Flucht aus ihrer Heimat. Während der russische Präsident Wladimir Putin Bomben regen ließ, rannte die "Miss Ukraine 2018" um ihr Leben.
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Welchen Horror sie gemeinsam mit ihrem siebenjährigen Sohn auf dem Weg zur Grenze des Landes erlebte, erzählte das Model jetzt auf einer Pressekonferenz in Los Angeles.
"Zwischen den Angriffen versuchten wir zusammen mit Tausenden anderen Familien, mitten in einem riesigen Stau aus der Stadt herauszukommen", berichtete Didusenko. "Direkt über meinem Kopf bombardierten Dutzende russischer Hubschrauber einen nahe gelegenen Flugplatz."
Es sind Bilder des Schreckens, Bilder des Krieges, die das Model auf der Pressekonferenz anschaulich schildert. Der ohrenbetäubende Lärm sei auf ihrem Weg zur ukrainischen Grenze ein Dauerzustand gewesen. Es gab "keinen Ort, wo keine Sirene heulte, wo keine Raketen mit Bomben explodierten."
Das Model schaffte es, die Ukraine mit ihrem Sohn zu verlassen. Ihre Mutter und ihre Großeltern befinden sich jedoch noch immer im Kriegsgebiet und schlussendlich musste sie sich auch von ihrem Sohn trennen.
Eigentlich sollten beide Richtung Vereinigte Staaten aufbrechen, doch es gab Komplikationen. Für die Einreise in die USA besaß das Model bereits ein Visum – das wurde ihrem Sohn allerdings verwehrt. Ihr Antrag bei der US-Botschaft in Luxemburg wurde abgelehnt. Jetzt befindet er sich bei Freunden in der Schweiz. "Es war herzzerreißend", so die 26-Jährige.
In Los Angeles hat sie es sich nun zur Mission gemacht, auf die Millionen Frauen und Kinder hinzuweisen, die in der Ukraine ausharren müssen oder verzweifelt versuchen, in Nachbarländer zu fliehen. "Einige Städte, die sich wehren, stehen am Rande einer humanitären Katastrophe, aber sie geben nicht auf." Sie forderte die USA und andere westliche Mächte auf, die Ukrainer zu bewaffnen – und eine Flugverbotszone über die Ukraine zu verhängen.