Schreckmoment für Passagiere einer Wizz-Air-Maschine auf dem Weg von London nach Sofia: Wegen einer Bombendrohung musste der Pilot am Montag außerplanmäßig in Budapest landen.
Nach Medienberichten erreichte die Warnung das Cockpit, während sich das Passagierflugzeug im bosnischen Luftraum befand. Der Pilot entschied daraufhin, den ursprünglichen Flugplan zu ändern und den Flughafen Budapest anzusteuern. Wie genau die Drohung übermittelt wurde, war zunächst nicht bekannt.
Auch das ungarische Militär wurde eingeschaltet. Verteidigungsminister Romulusz Ruszin-Szendi bestätigte den Vorfall am Montag auf Facebook. Demnach startete ein Gripen-Kampfjet des ungarischen Heeres, um die Wizz-Air-Maschine auf ihrem Weg nach Budapest zu eskortieren.
Das Passagierflugzeug landete schließlich sicher in der ungarischen Hauptstadt. Nach Abschluss des Einsatzes kehrte der Kampfjet zu seinem Militärstützpunkt in Kecskemét zurück.
Mit der Landung war der Einsatz noch nicht beendet. Die ungarischen Behörden leiteten weitere Sicherheitsmaßnahmen ein. Wie Wizz Air gegenüber dem Nachrichtenportal "24.hu" mitteilte, wurden sowohl das Flugzeug als auch die Passagiere untersucht.
Auch Verteidigungsminister Ruszin-Szendi bestätigte, dass die Polizei nach der Landung zusätzliche Maßnahmen ergriffen habe.
Ob bei den Kontrollen verdächtige Gegenstände gefunden wurden, ging aus den zunächst vorliegenden Informationen nicht hervor. Ebenso blieb vorerst offen, wer hinter der Bombendrohung steckte.