Gestern viele Flüge betroffen

Bombendrohungen! Alarm an Österreichs Flughäfen

Bombendrohungen gegen zahlreiche Flugzeuge haben Europa am Donnerstag in Atem gehalten. Auch in Wien und Salzburg gab es Großeinsätze.
06.11.2026, 05:25
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Bombenalarm über Europa! Gleich mehrere Passagiermaschinen waren am Donnerstag (5. November) wegen Bombendrohungen gezwungen zu landen, auch Kampfjets stiegen auf. Insgesamt waren mindestens 14 Flüge betroffen.

Österreich geriet dabei ebenso ins Visier der unbekannten Täter: Am Flughafen Wien-Schwechat gingen gleich mehrere Drohungen ein, auch in Salzburg rückte die Polizei zu einem Großeinsatz aus.

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Gleich fünf Flüge in Wien betroffen

Besonders turbulent verlief der Donnerstag am Flughafen Wien-Schwechat. Ein Airbus A321 der Wizz Air war von Mailand nach Warschau unterwegs, als am polnischen Zielflughafen eine Droh-E-Mail einging. Die polnischen Behörden schlugen Alarm und verständigten ihre österreichischen Kollegen. Die Maschine wurde daraufhin nach Wien umgeleitet und dort von der Polizei gründlich überprüft. Gefährliche Gegenstände wurden nicht gefunden, der Flieger durfte anschließend seine Reise fortsetzen.

Gegen 8.50 Uhr gingen weitere Droh-E-Mails gegen vier Flüge ein, die von beziehungsweise nach Wien unterwegs waren. Darunter befand sich auch eine Maschine von Helsinki nach Wien. Laut Polizei handelte es sich um eine "abstrakte Bedrohungslage". Der Flughafenbetrieb konnte nach den Sicherheitsmaßnahmen wieder regulär weiterlaufen.

Polizei-Großeinsatz auch in Salzburg

Alarmstimmung herrschte auch am Salzburger Flughafen. Dort ging kurz nach sechs Uhr früh eine Drohung ein.

Die Polizei rückte an und kontrollierte Zufahrten sowie Eingänge zum Flughafengelände. Eine Evakuierung war nicht notwendig, der Flugbetrieb lief normal weiter. Kurz vor Mittag konnte Entwarnung gegeben werden.

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Kampfjets begleiten Passagierflugzeug

Noch dramatischer waren die Szenen über Frankreich. Ein Airbus der Aer Lingus war mit 151 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern von Dublin nach Rom unterwegs, als eine Bombendrohung bekannt wurde. Die französische Luftwaffe schickte Kampfjets los, um die Maschine abzufangen und zu begleiten. Nach mehreren Warteschleifen landete der Airbus gegen 10 Uhr auf dem Militärflugplatz Évreux in der Normandie.

Auch in Italien stiegen Kampfjets auf. Sie begleiteten eine Finnair-Maschine aus Helsinki nach einer Bombendrohung bis zum Flughafen Rom-Fiumicino.

Bombendrohungen in mehreren Ländern

In Bulgarien mussten gleich drei Passagiermaschinen ihre Flugroute ändern. Zwei Flüge aus Kopenhagen und Madrid landeten in Sofia, eine Maschine aus London wurde nach Plowdiw umgeleitet.

Auch in Brüssel musste ein Flugzeug der polnischen Fluglinie LOT außerplanmäßig landen. In Tschechien gingen Drohungen gegen vier Maschinen mit Ziel Prag ein. Nach der Landung wurden die Flugzeuge überprüft, Sprengsätze fanden die Einsatzkräfte nicht.

Zwei Flüge der griechischen Fluggesellschaft Aegean waren ebenfalls betroffen. Die Maschinen aus Athen und Thessaloniki konnten ihre vorgesehenen Zielflughäfen Wien und Mailand jedoch erreichen.

Wer steckt hinter den Drohungen?

Die Hintergründe der europaweiten Vorfälle sind weiterhin rätselhaft. Ob die einzelnen Bombendrohungen miteinander zusammenhängen oder von unterschiedlichen Tätern stammen, ist noch nicht geklärt.

Bereits in den Tagen zuvor waren mehrere europäische Fluggesellschaften von ähnlichen Drohungen betroffen, darunter LOT, SAS, Wizz Air und Ryanair.

Die Behörden ermitteln weiter. Ob es sich um eine koordinierte Aktion handelt, ist derzeit offen.

red, 06.11.2026, 05:25