Am Sonntag zogen heftige Unwetter übers Land. Es kam zu Stürmen, starkem Regen, Blitzeinschlägen und Verletzten. Die Einsatzkräfte standen im Dauereinsatz. Auch an Österreichs Seen kam es zu Notfällen. Sogar manche Züge mussten anhalten.
Wie die "Krone" berichtet, kam es vor allem in Oberösterreich zu starken Windböen. In Enns wurden Spitzen bis zu 115 km/h gemessen. Zu dramatischen Szenen kam es am Traunsee. Dort wurde die Feuerwehr Altmünster wegen einer vermissten Person alarmiert.
Erst später stellte sich heraus, dass die Person bereits in Sicherheit war, der Einsatz war dennoch nicht beendet. Die Floriani unterstützen die Kollegen aus Traunkirchen bei der Bergung eines Bootes, welches gesunken war.
Aber auch in Niederösterreich kam es zu spektakulären Szenen. So löste ein Gewitter in Dobersberg einen Brand bei einem Schlossturm aus. Die Flammen wurden von mehreren Feuerwehren mittels Drehleitern bekämpft. Zudem durchkämmten Atemschutztrupps das Gebäude. Schlussendlich konnte nach etwa eineinhalb Stunden Entwarnung gegeben werden.
Auch im Rest des Bundeslandes standen die Einsatzkräfte unter Druck. Insgesamt habe es 140 Feuerwehreinsätze gegeben, berichtet "Krone". Über 50 davon spielten sich innerhalb von kürzester Zeit im Mostviertel ab, hieß es seitens der FF Amstetten.
In der Gemeinde Ernsthofen mussten mehrere Personen, die in Seenot geraten waren, ans Ufer gebracht werden. Auf der Westautobahn (A1) wurden Autos von umstürzenden Bäumen getroffen. Generell wurden mehrere Straßen im Bezirk Amstetten von Bäumen blockiert. Auf der B5 in Pfaffenschlag wurde eine Lenkerin leicht verletzt. In Scheibbs kam es zu einem Murenabgang. In St. Valentin wurde ein Zug auf freier Strecke gestoppt.
Ein besonders folgenschwerer Zwischenfall ereignete sich in Tirol. Demnach wurde eine 68-jährige Frau in Kitzbühel von einem herabstürzenden Ast am Kopf getroffen und verletzt – "Heute" berichtete. Die Fußgängerin konnte in ein Krankenhaus gebracht werden.
Auch in der Steiermark kam es zu einer brenzligen Situation. So mussten 387 Besucher vom Wilden Berg Mautern evakuiert werden. Generell sei der Bezirk Leoben besonders hart von den Unwettern getroffen worden. Durch einen Blitzeinschlag waren rund 590 Haushalte in Vorarlberg ohne Strom. Hier waren Gaißau und Teile von Höchst betroffen.
In Salzburg war vor allem die Wasserrettung gefordert. Mehrere Boote mussten am Wallersee, Mattsee, Wolfgangsee, Fuschlsee und Mondsee geborgen werden. Des Weiteren galten vorübergehend mehrere Wassersportler als vermisst – sie konnten alle wohlauf gefunden werden.
Die Prognose für den Wochenstart sieht etwas ruhiger aus. Dennoch muss immer wieder mit Regen gerechnet werden. Im Westen können jedoch auch dichtere Wolken, Regenschauer und Gewitter auftreten.