Nur drei Monate nach der Hochzeit endet eine Bootsfahrt in der Lagune von Venedig tragisch. Ein 25-jähriger Fischer ist nach einer heftigen Kollision mit einem Wassertaxi im Krankenhaus gestorben. Seine 26-jährige Frau wird weiterhin vermisst. Sie soll schwanger gewesen sein.
Das Paar war am Samstag noch vor Sonnenaufgang mit einem kleinen Motorboot unterwegs. Zwischen der Insel Tessera und dem Flughafen Marco Polo krachte es mit einem Wassertaxi zusammen, das Passagiere zum Flughafen brachte. Der Italiener erlag später seinen Verletzungen, wie die Nachrichtenagentur ANSA berichtet. Die Suche nach seiner aus Brasilien stammenden Frau läuft weiter.
Die genaue Unfallursache wird noch untersucht. Nach ersten Erkenntnissen soll das Wassertaxi mit mindestens 40 km/h unterwegs gewesen sein. Die schweren Schäden am kleinen Boot deuten laut Ermittlern auf einen heftigen Aufprall hin.
Der Kommandant der Stadtpolizei, Marco Agostini, warnt vor zu hohen Geschwindigkeiten auf dem Wasser. Besonders Wassertaxis seien häufig schnell unterwegs. "Je mehr Kunden sie transportieren, desto mehr verdienen sie. Und dementsprechend wird beschleunigt", sagte Agostini.
Die Polizei will ihre Kontrollen in der Lagune nun intensivieren. Agostini fordert zudem strengere Regeln gegen Geschwindigkeitsverstöße. Auch kleine Motorboote seien ein Problem, wenn unerfahrene Fahrer mit zu leistungsstarken Booten unterwegs seien.
"Kein Boot wäre an sich wirklich gefährlich", betonte Agostini. "Wenn alle die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten würden, würden solche Unfälle nicht passieren." Die Polizei könne jedoch nicht jedes Boot überwachen. "Wenn die Menschen die Kontrollen auf die leichte Schulter nehmen, verstärken wir sie", kündigte Agostini an.