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Brand-Attacke in Wien galt Anti-Schlepper-Einheit

In der Nacht auf Montag steckten Unbekannte mehrere Polizeifahrzeuge in Wien in Brand. Die Polizei ermittelt nun in alle Richtungen. 
Michael Rauhofer-Redl
31.01.2022, 19:52

Nach dem Brandanschlag in der Wiener werden nun immer mehr Details bekannt. Mehrere Polizeifahrzeuge fielen am Montag in der Nacht der kriminellen Tat eines Feuerteufels zum Opfer. Alle betroffenen Autos sind zivile Polizeifahrzeuge. In dem Gebäude, vor dem sie geparkt waren, befindet sich das Büro der zentralen Stelle zur Bekämpfung von Menschenhandel und Schlepperei, das Joint Operational Office (JOO). Das Joint Operational Office ist ein Teil des Bundeskriminalamts.

Die Ermittler glauben nicht an einen Zufall. Wer für die Tat verantwortlich ist, ist aber zur Stunde völlig unklar. Auch aus welcher politischen Richtung die Täter kommen, ist Gegenstand intensiv laufender Ermittlungen. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Es kommt ein Einzeltäter, eine radikale Gruppierung oder gar im weitesten Sinne die Schlepper-Mafia als Verantwortlicher in Betracht. 

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Polizei bittet um Hinweise 

Nach wie vor sucht die Polizei Zeugen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Ein erstes Indiz wurde den Behörden bereits geliefert. Unter einem der Fahrzeuge fand die Spurensicherung Textilien, die als Stoffreste eines der Brandsätze gelten. Wie die "Kronen Zeitung" berichtet, seien solche Textilien in der Vergangenheit wiederholt eingesetzt worden, um Radkästen in Brand zu setzen. Zuvor seien diese mit brandbeschleunigenden Flüssigkeiten getränkt worden. 

Aus Polizeikreisen ist zu vernehmen, dass man diese Vorgehensweise kenne. Eine mögliche These zum Tathergang lautet, dass mehrere am Gehsteig hockende Täter die Brände gleichzeitig gelegt haben könnten. Auf Grund der Beschaffenheit des Materials komme es relativ schnell zum Vollbrand eines Fahrzeugs. Genaue Analysen sollen nun Hinweise auf den exakten Tathergang liefern. 

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) reagierte am Montag auf den Vorfall. Der Ressortchef verurteilte den "Brandanschlag der vergangenen Nacht auf das Schärfste". Es sei nicht nur "ein hinterhältiger Angriff auf die Polizei“, sondern vor allem auch eine Gefahr für die Anrainer gewesen, so Karner. Auch Karners Vorgänger und nunmehrige Bundeskanzler Karl Nehammer sprach von einem "schockierendem Anschlag auf das Bundeskriminalamt"