Österreichs Gefängnisse stehen unter Druck – neue Zahlen werfen ein Schlaglicht auf Kosten, Belegung und Fluchtfälle.
Laut aktuellem Gefängnisreport, basierend auf parlamentarischen Anfragen des FPÖ-Nationalrats und Justizwachebeamten Christian Lausch, saßen im vergangenen Jahr insgesamt 18.812 verurteilte Straftäter in heimischen Justizanstalten sowie in forensisch-therapeutischen Einrichtungen. Auffällig: Nicht einmal die Hälfte der Insassen hatte 2025 einen österreichischen Pass, berichtet die "Krone".
Auch finanziell ist der Strafvollzug ein gewichtiger Faktor. Die durchschnittlichen Kosten pro Häftling lagen bei exakt 182,80 Euro netto pro Tag.
Ein weiterer Fokus liegt auf gelockerten Haftbedingungen. Insgesamt 2.566 Insassen gingen unbewachten Außenarbeiten oder beruflichen Tätigkeiten im Rahmen von Freigängen nach. Zusätzlich erhielten mehr als 550 Strafgefangene Ausgänge.
Dabei kam es auch zu Fluchtfällen: 106 Insassen kehrten nach solchen Lockerungen nicht in die Haft zurück. Derzeit wird österreichweit noch nach 21 dieser Flüchtigen gefahndet.
Kritik kommt von FPÖ-Politiker Lausch: "Unsere Justizanstalten sind am Anschlag und überbelegt. Dem wirkt man aber nicht entgegen, indem man großzügig Ausgänge und Freigänge gewährt, die natürlich eine Chance zur Flucht ermöglicht". Zudem sei der hohe Ausländeranteil hinter Gittern "ein Spiegelbild der falschen Migrationspolitik".