Ostern zählt in Österreich zu den wichtigsten Festen des Jahres – geprägt von Tradition, Familie und Frühlingsbeginn. Viele Bräuche werden seit Generationen weitergegeben und sind bis heute lebendig.
Das Färben von Ostereiern ist ein fixer Bestandteil. Oft werden sie noch traditionell mit Naturfarben gefärbt. Am Ostersonntag versteckt der Osterhase Nester mit Süßigkeiten und Eiern – die Suche sorgt vor allem bei Kindern für große Freude.
Mit dem Palmsonntag beginnt die Osterzeit. In vielen Regionen werden Palmbuschen aus Zweigen und bunten Bändern gebunden und in der Kirche geweiht. Sie gelten als Schutz für Haus und Hof.
Von Gründonnerstag bis Karsamstag verstummen die Kirchenglocken. Kinder ziehen in dieser Zeit mit hölzernen Ratschen durch die Straßen und ersetzen das Läuten – ein Brauch, der besonders in Ostösterreich verbreitet ist.
In der Nacht auf Ostersonntag werden vielerorts große Osterfeuer entzündet, vor allem in der Steiermark und Kärnten. Sie symbolisieren die Auferstehung und das Licht, das die Dunkelheit vertreibt.
Ein wichtiger Höhepunkt ist die Segnung der Osterspeisen am Karsamstag. In Körben werden Schinken, Eier, Kren und Brot in die Kirche gebracht und geweiht – erst danach wird gemeinsam gegessen.
Nach der Fastenzeit steht der Genuss im Mittelpunkt: Schinken, gefärbte Eier, Kren und Osterstriezel gehören zur klassischen Osterjause. Beliebt ist auch das "Eierpecken", bei dem zwei Eier gegeneinandergeschlagen werden.