Druck wird immer größer

Britischer Premier zittert nach Epstein-Leaks um Amt

Der Epstein-Skandal bringt den britischen Premier Keir Starmer massiv unter Druck. Trotz Rücktrittsforderungen gibt sich der Labour-Chef kämpferisch.
Newsdesk Heute
10.02.2026, 08:45
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Der britische Premierminister Keir Starmer gerät im Zuge des Epstein-Skandals zunehmend unter Druck – denkt aber weiterhin nicht an Rücktritt. In einer nicht öffentlichen Ansprache an die Labour-Fraktion im Unterhaus zeigte sich der Regierungschef kämpferisch. "Ich habe noch jeden Kampf gewonnen", soll Starmer laut britischen Medien gesagt haben, wofür er Applaus erhalten habe.

Rücktrittsforderungen kommen nicht nur von der Opposition, sondern auch aus der eigenen Partei. So forderte der schottische Labour-Chef Anas Sarwar Starmer offen zum Abgang auf. Auslöser der Krise ist die Ernennung von Politikveteran Peter Mandelson zum US-Botschafter vor rund einem Jahr, obwohl dieser enge Verbindungen zu Jeffrey Epstein hatte.

Die kürzlich veröffentlichten Epstein-Akten zeigen, wie eng Mandelson mit dem 2019 im Gefängnis gestorbenen Sexualstraftäter verbunden war. Zudem ermittelt die Polizei wegen des Verdachts, Mandelson habe Epstein vertrauliche Regierungsinformationen weitergegeben. In den vergangenen Tagen traten mehrere Vertraute Starmers zurück.

König Charles III. will Polizei unterstützen

Auch das britische Königshaus wird durch die Affäre erneut belastet. Neue Vorwürfe gegen Prinz Andrew führten dazu, dass König Charles III. ankündigte, die Polizei bei möglichen Ermittlungen gegen seinen Bruder zu unterstützen. Andrew selbst äußerte sich bislang nicht.

"Ich kann bestätigen, dass der Prinz und die Prinzessin über die anhaltenden Enthüllungen zutiefst besorgt sind", sagte ein Sprecher von Prinz William und Prinzessin Kate. Ihre Gedanken seien bei den Opfern.

Für Starmer bleibt die Lage angespannt. Er kündigte an, Dokumente zur Ernennung Mandelsons zu veröffentlichen. Zudem verlor er mit dem Rücktritt von Stabschef Morgan McSweeney seinen wichtigsten Berater. Ob er die Krise politisch übersteht, ist offen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 10.02.2026, 09:25, 10.02.2026, 08:45
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