Das Spitalswesen im Bundesland steht heute wieder unter Druck: In allen acht Ordenskrankenhäusern legen die Beschäftigten von 5.30 bis 19.30 Uhr die Arbeit nieder. Es ist wie berichtet bereits der zweite ganztägige Streik. In Linz, Wels und Grieskirchen sind öffentliche Streikversammlungen angekündigt.
Grund sind die festgefahrenen Verhandlungen für den Kollektivvertrag des nicht ärztlichen Personals. Nach sechs Verhandlungsrunden liege "weiterhin kein akzeptables Angebot" auf dem Tisch, so die Gewerkschaft vida. Vor allem bei der geforderten Arbeitszeitverkürzung gebe es kaum Bewegung. Die Stimmung unter den Beschäftigten sei angespannt.
Brisant sind unterdessen Berichte aus dem Linzer Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern: Die Pflegekräfte hätten die Kampfmaßnahme fristgerecht gemeldet und betont, "dass für die Dauer des Streiks geplante Aufnahmen verschoben werden müssen". Laut vida wolle das Haus dennoch eine volle Station mit nur "einem Bruchteil des Personals" weiterführen.
Akutfälle würden selbstverständlich versorgt, schon jetzt seien Betten aber wegen Personalmangels gesperrt: "Dieses Verhalten ist für uns nicht nachvollziehbar und sicher nicht im Sinne der Patienten und Patientinnen", betonen die Beschäftigten.
Die Versorgung der Patienten habe "oberste Priorität", kontern die betroffenen Standorte. Man bereite sich mit großer Sorgfalt in Kooperation mit den Beschäftigten auf den Tag vor. Sobald uns valide Gesamt-Zahlen zu den teilnehmenden Mitarbeitenden und zu OPs vorliegen, würden diese umgehend übermittelt – "voraussichtlich am Vormittag", heißt es
Mit dem neuerlichen Streik richten sich die Beschäftigten auch an die Politik. Das Land OÖ finanziere die Ordensspitäler maßgeblich – nun müsse Bewegung in die Sache kommen. Besonders Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) sei gefordert, Verantwortung zu übernehmen und eine Lösung zu ermöglichen.