Tierischer Einzug

140 Dezibel! In Salzburg wird es jetzt richtig laut

Im Zoo Salzburg leben nun erstmals rote Brüllaffen. Die beiden Neuzugänge teilen sich ihr Gehege mit betagten Kapuzineraffen.
Heute Tierisch
29.04.2026, 08:47
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"Maurice" und "Matthea" heißen die beiden Brüllaffen, die jetzt im Zoo Salzburg wohnen. Noch sind sie im Südamerikahaus ziemlich vorsichtig unterwegs und halten sich eher zurück. Das könnte sich aber schon bald ändern, denn die Rufe von Brüllaffen erreichen bis zu 140 Dezibel – das ist so laut wie ein Presslufthammer. Damit gehören sie zu den lautesten Tieren der Welt.

Die beiden Neulinge gewöhnen sich gerade erst an ihr neues Zuhause. "Sie sind sehr zurückhaltend und angenehme Zeitgenossen, die genau beobachten und gar nicht hektisch reagieren, sondern ganz gemütlich ankommen. Sie haben gleich gefressen, und jetzt sieht man auch schon, dass sie auf unsere Stimmen reagieren – vor allem auf die der Tierpfleger, wenn diese ihnen die verschiedenen Bereiche zeigen", sagt Lisa Sernow vom Zoo Salzburg.

Mit den "Oldies"

Schon bald teilen sich "Maurice" und "Matthea" ihr Reich mit gehaubten Kapuzineraffen, die alle bereits ein hohes Alter erreicht haben. Damit am Ende kein Tier alleine bleibt, setzt der Zoo auf eine gemeinsame Haltung. Das soll das Wohlbefinden der Tiere steigern und gleichzeitig Platz sparen. Für das Brüllaffen-Pärchen ist das nichts Neues, sie kennen das schon aus Berlin.

Der Zoo Salzburg freut sich über diesen besonderen Zuwachs: Als einziger Zoo in Österreich gibt es dort jetzt rote Brüllaffen. Die beiden jungen Tiere sind aus dem Tierpark Berlin gekommen und sollen künftig der älteren Kapuzineraffen-Gruppe Gesellschaft leisten.

Grimassen ziehen anstatt zu brüllen

Aber wann wird es im Zoo richtig laut? Gebrüllt wird nur, wenn es einen triftigen Grund gibt, erklärt Sernow: "Sie leben in Familienverbänden, und man kann sich das so vorstellen, dass dies ihre Art der Kommunikation ist – gewissermaßen ein akustischer Grenzzaun, mit dem sie ihr Gebiet markieren, etwa dort, wo sie nachts schlafen oder gerade eine gute Futterquelle gefunden haben."

Momentan setzen die Brüllaffen noch eher auf Grimassen, um anderen Tieren zu zeigen, dass sie Abstand halten sollen oder um Streit zu vermeiden.

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