Beamtin packt jetzt aus

Brutale Clan-Mitglieder prügeln Polizistin Zähne raus

Nach einer brutalen Clan-Attacke in Deutschland spricht erstmals eine verletzte Polizistin über die Folgen der Gewalt – körperlich wie psychisch.
Newsdesk Heute
11.05.2026, 16:19
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Fünf Wochen nach der brutalen Attacke auf mehrere Polizisten in Leverkusen spricht erstmals eine verletzte Beamtin über die Folgen der Nacht. Die 29-Jährige schildert in der "Rheinischen Post", wie der Angriff ihr Leben verändert hat.

In der Nacht auf Ostermontag waren Beamte wegen einer Ruhestörung zu einer Shisha-Bar im Stadtteil Opladen gerufen worden. Dort feierten Mitglieder des berüchtigten Goman-Clans. Als die Polizei die Feier beenden wollte, eskalierte die Situation: Partygäste bewarfen die Einsatzkräfte mit Flaschen, Gläsern und Stühlen. Erst rund 150 Polizisten konnten den Tumult beenden.

Eine Glasflasche zerbarst im Gesicht der 29-Jährigen. Zwei Zähne wurden ausgeschlagen, weitere beschädigt. "Ich habe bis heute Schwierigkeiten, dieses Bild mit mir selbst in Verbindung zu bringen. Wenn ich Fotos meiner Verletzungen sehe, denke ich immer noch: Das bin nicht ich", erzählt sie.

"Weglaufen ist keine Option"

Ihre Lippe musste genäht werden, an den Zähnen wurden Drähte befestigt. Besonders die psychischen Folgen seien geblieben. "Ich lache gern, ich rede gern – und genau dann merke ich, dass es nicht mehr so ist wie vorher", sagt die Polizistin. Trotzdem wolle sie sich nicht verstecken: "Weglaufen ist keine Option."

Auch die Gewalt der Angreifer beschäftigt sie bis heute. "Wie kann man nur so gewalttätig sein?" sagt die 29-Jährige. Und weiter: "In den Uniformen stecken keine Roboter oder Projektionsflächen, auch wir sind Menschen."

Beamtin will zurück in den Dienst

Noch ist die Beamtin krankgeschrieben, sie will aber zurück in den Dienst. Neben ihr wurden zwei weitere Polizisten verletzt. Die Polizei ermittelt gegen 22 Mitglieder des Goman-Clans.

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden 2025 in Nordrhein-Westfalen 10.371 Fälle von Widerstand oder tätlichem Angriff auf Einsatzkräfte registriert. Dabei wurden 4416 Beamte verletzt.

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