Die warme Jahreszeit brachte früher zumindest eine kurze Entspannung. Doch damit ist es vorbei: Von den 59 Schlafplätzen in der Linzer Notschlafstelle sind mittlerweile auch im Sommer rund 50 belegt. Für den Sozialverein B37 ist das ein deutliches Zeichen für die wachsende Armut.
Wie stv. Geschäftsführer Martin Tiefenthaler gegenüber dem ORF erklärt, würden sich die gestiegenen Lebenshaltungskosten und die schwierige wirtschaftliche Lage inzwischen deutlich in der Wohnungslosenhilfe bemerkbar machen. Allein in Linz werden jährlich 745 Menschen in der Notschlafstelle betreut.
Die Teuerung allein mache zwar nicht automatisch obdachlos. Doch wenn eine Trennung, der Verlust des Arbeitsplatzes, psychische Probleme oder eine Suchterkrankung dazukommen, könne eine ohnehin angespannte Situation rasch kippen.
Der Sozialverein B37 unterstützt wohnungslose, suchtkranke und psychisch erkrankte Menschen. Zum Angebot gehören unter anderem Streetwork, eine Notschlafstelle, Wohnbetreuung und psychosoziale Hilfe. Spenden werden dort eingesetzt, wo sie aktuell am dringendsten gebraucht werden.
Kontoinhaber: Sozialverein B37
Bank: HYPO Oberösterreich
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BIC: OBLAAT2L
Immer häufiger würden zudem private Mietverträge wegen Eigenbedarfs gekündigt. Wer schon zuvor kaum finanzielle Reserven hatte, finde dann oft nicht rechtzeitig eine neue leistbare Bleibe. Der angespannte Wohnungsmarkt werde so nicht nur zum Weg in die Obdachlosigkeit, sondern verhindere auch die Rückkehr in ein geregeltes Leben.
Kritik übt Tiefenthaler auch an den strengeren Sozialhilfe-Regeln in OÖ. Besonders Menschen mit psychischen Erkrankungen könnten die verlangte Mitwirkung oft kaum erfüllen. Während Anträge oder Berufungen laufen, springt B37 laut Bericht teils sogar mit Spendengeldern ein, damit Betroffene ihre Unterkunft nicht verlieren. Wie viele Menschen in OÖ insgesamt obdachlos sind, ist nicht bekannt.