Sozialverein alarmiert

Brutale Teuerung – immer mehr Menschen auf der Straße

Hohe Mieten und steigende Kosten bringen immer mehr Menschen an ihre Grenzen. In einer Notschlafstelle bleiben selbst im Sommer kaum Betten frei.
Oberösterreich Heute
20.09.2026, 08:36
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Die warme Jahreszeit brachte früher zumindest eine kurze Entspannung. Doch damit ist es vorbei: Von den 59 Schlafplätzen in der Linzer Notschlafstelle sind mittlerweile auch im Sommer rund 50 belegt. Für den Sozialverein B37 ist das ein deutliches Zeichen für die wachsende Armut.

Teuerung bringt Menschen an ihre Grenzen

Wie stv. Geschäftsführer Martin Tiefenthaler gegenüber dem ORF erklärt, würden sich die gestiegenen Lebenshaltungskosten und die schwierige wirtschaftliche Lage inzwischen deutlich in der Wohnungslosenhilfe bemerkbar machen. Allein in Linz werden jährlich 745 Menschen in der Notschlafstelle betreut.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Die Teuerung allein mache zwar nicht automatisch obdachlos. Doch wenn eine Trennung, der Verlust des Arbeitsplatzes, psychische Probleme oder eine Suchterkrankung dazukommen, könne eine ohnehin angespannte Situation rasch kippen.

Das ist der Sozialverein B37

Der Sozialverein B37 unterstützt wohnungslose, suchtkranke und psychisch erkrankte Menschen. Zum Angebot gehören unter anderem Streetwork, eine Notschlafstelle, Wohnbetreuung und psychosoziale Hilfe. Spenden werden dort eingesetzt, wo sie aktuell am dringendsten gebraucht werden.

Spendenkonto:

Kontoinhaber: Sozialverein B37  
Bank: HYPO Oberösterreich
IBAN: AT18 5400 0001 0492 3008
BIC: OBLAAT2L

Verein muss mit Spenden einspringen

Immer häufiger würden zudem private Mietverträge wegen Eigenbedarfs gekündigt. Wer schon zuvor kaum finanzielle Reserven hatte, finde dann oft nicht rechtzeitig eine neue leistbare Bleibe. Der angespannte Wohnungsmarkt werde so nicht nur zum Weg in die Obdachlosigkeit, sondern verhindere auch die Rückkehr in ein geregeltes Leben.

Kritik übt Tiefenthaler auch an den strengeren Sozialhilfe-Regeln in OÖ. Besonders Menschen mit psychischen Erkrankungen könnten die verlangte Mitwirkung oft kaum erfüllen. Während Anträge oder Berufungen laufen, springt B37 laut Bericht teils sogar mit Spendengeldern ein, damit Betroffene ihre Unterkunft nicht verlieren. Wie viele Menschen in OÖ insgesamt obdachlos sind, ist nicht bekannt.

red,20.09.2026, 08:36
Weitere Storys