Der Aufwand, sich um den beeinträchtigten Vierjährigen zu kümmern, wurde immer größer. Die Familie suchte daher bei der zuständigen Pensionsversicherungsanstalt um mehr finanzielle Unterstützung an.
Die PVA erhöhte die Pflegegeldstufe daraufhin von 2 und 3. Den Betroffenen erschien das aber zu gering, sie wandten sich an die AK-Bezirksstelle Freistadt.
Die Experten klagten gegen die Entscheidung der Versicherungsanstalt. Ein gerichtlicher Gutachter stellte schließlich einen "außergewöhnlichen" Aufwand fest. Das Ausmaß: 185 Stunden pro Monat und eine dauernde Pflegebereitschaft.
Nach den Anstrengungen konnten die Eltern letztendlich aufatmen: Ihnen wurde Stufe 5 zugesprochen.
Zwei Stürze, vier Operationen – am Ende musste Herrn P. (65) sogar ein Bein amputiert werden. Trotzdem bekommt er keinen Cent Pflegegeld.
"Ich war früher immer sehr aktiv, bin viel Nordic Walking und Wandern gegangen", erzählt der Betroffene im "Heute"-Gespräch. Mental habe er sich mit seiner Situation zwar "ganz gut arrangiert". P. sagt, er komme aber überhaupt nicht damit zurecht, dass er nicht einmal Pflegegeldstufe erhalte.