"Chef-Betrug"

Buchhalterin wird bei Überweisung in die Türkei stutzig

Eine Buchhalterin aus dem Bezirk Imst fiel auf gefälschte E-Mails ihres angeblichen Chefs herein. Der Schaden liegt im sechsstelligen Eurobereich.
André Wilding
08.10.2026, 11:42
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Eine folgenschwere Täuschung hat ein Unternehmen im Tiroler Bezirk Imst viel Geld gekostet. Betrüger gaben sich per E-Mail als Chef aus und brachten eine Buchhalterin dazu, hohe Geldbeträge ins Ausland zu überweisen.

Erst bei der sechsten Zahlungsaufforderung wurde die Mitarbeiterin misstrauisch.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Betrüger geben sich als Vorgesetzter aus

Zwischen dem 30. September und dem 7. Oktober erhielt die Buchhalterin mehrere E-Mails, die angeblich von ihrem Vorgesetzten stammten.

Darin wurde sie aufgefordert, Geld auf ausländische Konten zu überweisen. Insgesamt gingen an vier verschiedenen Tagen sechs Zahlungsaufforderungen ein.

Die Frau ging zunächst davon aus, dass die Anweisungen tatsächlich von ihrem Chef kamen, und führte fünf der verlangten Überweisungen durch.

Schaden im sechsstelligen Bereich

Durch die fünf Transaktionen entstand dem Unternehmen ein finanzieller Schaden im unteren sechsstelligen Eurobereich.

Die Betrugsmasche wird als sogenannter "Chef-Betrug" bezeichnet. Dabei täuschen Kriminelle die Identität eines Vorgesetzten vor, um Mitarbeiter zu Zahlungen zu bewegen.

Überweisung in die Türkei macht sie stutzig

Bei der sechsten Aufforderung sollte die Buchhalterin erneut Geld überweisen, diesmal auf ein Konto in der Türkei.

Doch nun schöpfte sie Verdacht und verweigerte die Zahlung. Anschließend erstattete sie Anzeige gegen unbekannte Täter.

Die sechste Überweisung konnte die Mitarbeiterin noch verhindern. Die fünf zuvor ausgeführten Zahlungen hatten allerdings bereits einen Schaden im unteren sechsstelligen Eurobereich verursacht.

wil,08.10.2026, 11:42