Eine Sitzung des Bauausschusses endete am Dienstagabend in Grafing bei München mit einer Tragödie. Bürgermeister Christian Bauer verlor plötzlich das Bewusstsein. Der 57-Jährige starb später im Klinikum Ebersberg München Ost – das berichtet die BILD.
Bauer hatte die Sitzung zuvor noch routinemäßig eröffnet. Dann sackte er ohne äußere Einwirkung zusammen.
Anwesende Mitglieder des Ausschusses begannen umgehend mit der Ersten Hilfe. Rettungskräfte und Notarzt trafen ebenfalls rasch ein und versuchten, den Bürgermeister zu reanimieren.
Für die Bergung entschieden sich die Feuerwehrkräfte für einen ungewöhnlichen Weg: Bauer wurde durch ein großes Fenster des Rathauses mithilfe einer Drehleiter nach draußen gebracht.
Auch während der anschließenden Fahrt mit dem Rettungswagen liefen die Wiederbelebungsmaßnahmen weiter. Der Grafinger Marktplatz wurde gesperrt, damit der Bürgermeister möglichst rasch ins Krankenhaus gebracht werden konnte. Die Bemühungen blieben jedoch ohne Erfolg.
Bauer hatte laut "Münchner Merkur" erst kürzlich eine Lungenentzündung überstanden. Die Sitzung wollte er dennoch selbst leiten, da auch sein Stellvertreter krank gewesen sein soll.
Anfang des Jahres hatte Bauer seine zweite Amtszeit als Bürgermeister von Grafing begonnen. Zuvor war er dort 22 Jahre lang als Kämmerer tätig.
Der 57-Jährige war seit mehr als 30 Jahren mit seiner Frau Andrea verheiratet. Er hinterlässt zwei Töchter und einen Sohn.
Der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß (CSU) reagierte in der BILD auf den überraschenden Tod mit großer Betroffenheit:
"Wir sind alle fassungslos, bestürzt, voller Traurigkeit und in Gedanken bei Christian Bauer und bei seiner Familie."
Trotz sofortiger Erster Hilfe und der Reanimationsversuche konnte das Leben des 57-jährigen Bürgermeisters nicht gerettet werden.