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Kroatien verschiebt 2-Preise-Regel in letzter Sekunde

Kroatien wollte ab 1. Oktober zwei Preise auf Speisekarten vorschreiben. Doch die Regierung verschiebt die neue Regel nun kurzfristig.
Newsdesk Heute
30.09.2026, 08:16
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Wer ab Donnerstag in Kroatien einen Kaffee trinkt oder essen geht, sollte eigentlich eine Neuerung auf der Speisekarte entdecken. Neben dem aktuellen Preis sollte künftig auch ein Vergleichspreis stehen. Doch unmittelbar vor dem geplanten Start zieht die kroatische Regierung die Notbremse.

Die neue Regel kommt später als geplant. Statt am 1. Oktober soll die Verpflichtung zur zusätzlichen Preisauszeichnung nun erst am 17. November 2026 in Kraft treten. Die entsprechende Änderung wurde bereits im kroatischen Amtsblatt veröffentlicht und gilt ab 30. September.

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Damit reagiert die Regierung auf Kritik aus der Wirtschaft. Unternehmer, Gewerbetreibende und Händler hatten mehr Zeit für die notwendigen Anpassungen verlangt.

Zweiter Preis zeigt alten Betrag

Hintergrund der Regel ist die starke Teuerung. Kroatien will Preisänderungen für Konsumenten leichter sichtbar machen. Neben dem aktuellen Verkaufspreis soll deshalb ein zweiter Betrag angegeben werden.

Bei Dienstleistungen ist dafür grundsätzlich der Preis maßgeblich, der am 10. September 2026 verlangt wurde. Kostete ein Gericht damals etwa 18 Euro und später 20 Euro, sollen beide Beträge sichtbar sein. Bezahlt wird weiterhin nur der aktuelle Preis. Der zweite Betrag dient als Vergleich.

Die Regel betrifft nicht nur Restaurants und Cafés. Auch zahlreiche andere Dienstleister und Händler fallen unter die Bestimmungen. Zusätzlich sollen Unternehmen mit eigener Internetseite ihre Preislisten nach bestimmten Vorgaben online veröffentlichen.

Regierung verschiebt Start

Ursprünglich hatte die kroatische Regierung den 1. Oktober als Starttermin festgelegt. Dieser Termin stand auch bereits im Amtsblatt. Am 29. September folgte jedoch die Änderung: In den entsprechenden Beschlüssen wurde der 1. Oktober ausdrücklich durch den 17. November ersetzt.

Ministerpräsident Andrej Plenković erklärte, Unternehmer, Gewerbetreibende und Händler hätten mehr Zeit für die Umstellung gefordert. Die Regierung halte aber am Ziel fest, Preise transparenter zu machen und Konsumenten besser zu schützen.

Der 17. November ist nicht zufällig gewählt. An diesem Tag treten weitere Bestimmungen des kroatischen Konsumentenschutzrechts in Kraft. Neue Verordnungen sollen unter anderem regeln, wie sogenannte Basispreise ausgewiesen werden.

red,30.09.2026, 08:16
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