Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll (beide ÖVP) bringen das Stellungsverfahren fürs Bundesheer aufs Smartphone. In Klagenfurt wurde das Projekt jetzt präsentiert und steht zunächst in Kärnten zur Verfügung. Bis Oktober 2026 soll es österreichweit ausgerollt werden.
Über das Service "bundesheeronline.at" sollen künftig wesentliche Schritte des Stellungsverfahrens online möglich sein. Nach der erfolgreichen Registrierung erfolgt die weitere Kommunikation ausschließlich digital. Anträge, wie etwa zur Verschiebung des Stellungstermins oder auf Stellung in Abwesenheit, können ebenfalls elektronisch eingebracht werden.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bereits vor dem Termin erforderliche Angaben zu Ausbildung, Stammdaten und Gesundheitsinformationen digital bereitzustellen.
Verteidigungsministerin Tanner betont: "Grundwehrdiener sind das Fundament unseres Bundesheeres." Deshalb arbeite man seit Jahren – auch vor dem Hintergrund der angespannten sicherheitspolitischen Lage – daran, den Grundwehrdienst attraktiver zu gestalten. "Mit der weiteren Digitalisierung setzen wir nun den nächsten Schritt und schaffen ein modernes, zeitgemäßes Angebot für die Stellungspflichtigen", so die Ministerin.
Staatssekretär Pröll spricht von einer Win-Win-Situation: "Die digitale Stellungsstraße zeigt, wie Verwaltung im Jahr 2026 funktionieren soll: einmal Daten eingeben, nicht mehrfach erfassen."
Und weiter: "Ladung, Infos und Bahngutscheine kommen künftig direkt aufs Handy statt per Brief – das spart Zeit für die jungen Menschen und schafft bessere Datenqualität für das Bundesheer."
"bundesheeronline.at" wurde 2023 als eGovernment-Service des Bundesheeres in Betrieb genommen und verzeichnet mittlerweile mehr als 90.000 registrierte Nutzer sowie mehrere Zehntausend digital abgewickelte Verfahren.