Gemeinsam mit ihrer Schwester verbrachte eine Steirerin (66) einen tollen Urlaub auf der beliebten griechischen Insel Kreta. Doch was bei der Rückreise auf dem Flughafen geschah, lässt die Frau mit Unverständnis zurück.
Damals wurden die Passagiere mit dem Bus zum Flieger gebracht. Dabei soll der Fahrer zu schnell gefahren sein. Das Ergebnis: ein Crash mit einem Flughafen-Pkw. Die Konsequenzen für die Businsassen waren schrecklich, wie die Steirerin gegenüber der "Krone" berichtet.
Demnach seien die Menschen kreuz und quer durch den Bus geflogen. Auch die 66-Jährige sei gestürzt und unter andere Passagiere geraten. Zudem sei sie mit dem Gesicht voraus gegen einen Handlauf geflogen. Dadurch habe die Frau Prellungen am ganzen Körper, eine Kieferfehlstellung und eingedrückte Wirbeldächer erlitten.
Auch heute noch habe die Steirerin mit den Folgen ihrer Verletzungen zu kämpfen. So habe sie etwa eine Narbe über dem Auge davongetragen. Laut ihren Angaben sei dort ein Stück ihrer Brille dringesteckt. Des Weiteren erhebt die Frau schwere Vorwürfe gegen den Flughafen.
Nach dem Unfall hätten die Passagiere nämlich eine Stunde gewartet, bis ihnen jemand zu Hilfe eilte. Dabei habe es sich um zwei Bedienstete gehandelt, die kein adäquates Material zur Versorgung der Verletzten dabeigehabt hätten.
Die Steirerin glaube nicht, dass es sich bei einem von ihnen um einen Arzt gehandelt hatte. Der 66-Jährigen zufolge hätten sie "hilflos" gewirkt. Einzig der Pilot der Maschine, mit der die Steirerin hätte heimfliegen sollen, hätte sich um die Frau gekümmert. Andere Passagiere hätten sich gegenseitig geholfen.
Seit dem Vorfall kämpft die Steirerin um Entschädigung. Sie und ihr Anwalt fordern 4000 Euro vom Flughafen. Bisher habe sich dort offenbar niemand zuständig gefühlt. Das Schreiben der beiden sei bereits seit Monaten unbeantwortet geblieben.
Der Jurist betonte, dass Griechenland "ein wunderbares Urlaubsland" sei und jedes Jahr zahlreiche Touristen empfängt. Gerade vor diesem Hintergrund könne es nicht sein, dass Verantwortliche bei einem Fehlverhalten nicht Stellung beziehen und die Verantwortung übernehmen.