Auf 1.780 Metern

Im Schnee verirrt! Bergrettung rettet junge Wanderer

Schnee wurde zwei jungen Wanderern am Kaiserschild zum Verhängnis. Auf 1.780 Metern verloren sie die Orientierung. Die Bergrettung musste ausrücken.
28.10.2026, 10:56
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Eine Wanderung am Nationalfeiertag endete für zwei junge Bergsteiger mit einem Notruf! Ein 19-Jähriger und eine 20-Jährige gerieten am Montag (26. Oktober) am Kaiserschild bei Eisenerz in der Steiermark in eine alpine Notlage. Auf rund 1.780 Metern Seehöhe verloren sie im frisch gefallenen Schnee die Orientierung.

Als die Bergretter bei dem Duo eintrafen, waren die beiden bereits unterkühlt. Erst nach einer Versorgung in einem Notzelt konnten sie sicher ins Tal gebracht werden.

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Neuschnee brachte Wanderer in Bedrängnis

Die beiden waren auf dem markierten Wanderweg 683 in Richtung Kaiserschild unterwegs. Doch der über Nacht gefallene Schnee machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.

Auf etwa 1.780 Metern Höhe wussten der 19-Jährige und seine 20-jährige Begleiterin nicht mehr, wie sie weitergehen sollten. Aus Sorge vor einem gefährlichen Fehltritt trauten sie sich nicht, die Wanderung fortzusetzen. Sie entschieden sich deshalb, einen Notruf abzusetzen.

Bergretter wärmen Duo in Notzelt auf

Nach der Alarmierung stiegen die Einsatzkräfte der Bergrettung Eisenerz zu den beiden Wanderern auf. Vor Ort stellten die Helfer fest, dass das junge Duo bereits unterkühlt war. Die Retter errichteten deshalb ein Notzelt, in dem sich die beiden zunächst aufwärmen konnten.

Zusätzlich wurden sie mit warmem Tee versorgt. Erst als ihr Zustand es zuließ, begann der Abstieg. Unter Seilsicherung begleiteten die Bergretter die beiden ins Tal. Trotz der Unterkühlung blieben der 19-Jährige und die 20-Jährige unverletzt.

Laut Landespolizeidirektion Steiermark standen insgesamt 19 Mitglieder der Bergrettung Eisenerz sowie ein Beamter der Alpinpolizei im Einsatz. Die Wanderung war nicht geführt. Hinweise auf ein Fremdverschulden ergaben sich nicht.

Schon wieder Rettung am Kaiserschild

Erst wenige Tage zuvor hatte es am selben Berg einen aufwendigen Rettungseinsatz gegeben. Eine sechsköpfige Familie aus Deutschland war bei einer Wanderung in Bergnot geraten. Nach Einbruch der Dunkelheit am Dienstag setzte sie einen Notruf ab.

Die Bergrettung erreichte die Familie noch vor Mitternacht, musste einen ersten Abstiegsversuch jedoch abbrechen. Die Betroffenen verbrachten die Nacht in Notzelten. Erst am Mittwochmorgen gelang die Bergung mithilfe von drei Hubschraubern.

Der jüngste Einsatz zeigt erneut, wie rasch sich die Bedingungen in den Bergen durch Schnee und schlechte Orientierung verschärfen können. Für das junge Wanderduo ging die Tour dank des rechtzeitig abgesetzten Notrufs glimpflich aus.

red, 28.10.2026, 10:56
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