Neue Details zum Horror-Crash in Salzburg: Nachdem ein O-Bus am Montag in eine Billa-Filiale gekracht war, verlor ein Mann (55) sein Leben, weitere Personen wurden verletzt. Nun legen neue Erkenntnisse nahe, dass das Todesopfer möglicherweise gar nicht direkt vom Bus erfasst wurde.
Die "Salzburger Nachrichten" zeichnen ein anderes Bild: Laut neuen Informationen soll der Mann noch ausgewichen sein. Erst durch herabfallende Glasteile wurde er demnach tödlich verletzt. Offiziell bestätigt ist diese Darstellung bislang nicht.
Im Fokus der Ermittlungen steht weiterhin der 59-jährige Buslenker, der während der Fahrt einen medizinischen Notfall erlitten haben dürfte. Der Mann wurde noch am selben Tag notoperiert und befindet sich derzeit auf der Intensivstation. Sein Zustand gilt als stabil, wie aus der behandelnden Christian-Doppler-Klinik heißt.
Die Unfallaufnahme läuft weiterhin auf Hochtouren. Ein Sachverständiger wertet derzeit technische Daten des Fahrzeugs aus, darunter Lenk- und Bremsverhalten sowie Kameradaten. Zusätzlich werden Drohnen- und Überwachungsaufnahmen des betroffenen Gebäudes analysiert, um den genauen Ablauf zu rekonstruieren. Dabei kann das Fahrverhalten auf etwa zehn Sekunden genau ausgewertet werden.
Die Staatsanwaltschaft hat zudem eine Obduktion des Verstorbenen angeordnet. Laut Ermittlern soll erst die vollständige Auswertung aller Daten Klarheit bringen, ob tatsächlich ein medizinischer Notfall den Unfall ausgelöst hat oder andere Faktoren eine Rolle spielten.